Seit 2024 kämpften die Beschäftigten der CNT Barcelona bei NH Hotels für bessere Arbeitsbedingungen, darunter faire Löhne, eine Barausgleichszulage und kostenlose Parkplätze. Die Unternehmensleitung reagierte mit Einschüchterung und der Entlassung aktiver Gewerkschaftsmitglieder. Diese Repression blieb nicht unbeantwortet.

Im November 2025 zeigte die FAU Berlin Solidarität mit den Beschäftigten ihrer Schwestergewerkschaft durch eine Kundgebung vor dem NH Hotel in der Friedrichstraße, sowie durch Solidaritätsaktionen mit der FAU Köln, der FAU Bonn und der FAU Dresden; in ganz Spanien, in Madrid, Salamanca, Valladolid, Gijón, im Baskenland, in Pamplona; und sogar international, in Córdoba, Argentinien.

Am 11. Mai 2026 erklärte das Arbeitsgericht die Entlassungen schließlich für nichtig und verurteilte NH Hotels wegen Verletzung des Grundrechts auf Vereinigungsfreiheit. Der Sieg signalisiert dem Unternehmen, dass vereinte Arbeitnehmer*innen niemals besiegt werden können.

Doch der Kampf wird nicht vor Gericht, sondern an der Streikpostenkette gewonnen. Motiviert durch die Entscheidung des Gerichts werden die Beschäftigten weiterhin Kundgebungen, Flugblattaktionen und andere Aktionen gegen das Unternehmen durchführen, um für ihre ausstehenden Forderungen zu kämpfen. Die FAU Berlin steht weiterhin solidarisch hinter unseren Genoss* innen bei der CNT – heute und immer. Ein Angriff auf eine*n ist ein Angriff auf alle.

 

(Deutsche Übersetzung bereitgestellt von der FAU Berlin)

Pressemitteilung: Neuer Sieg gegen NH Hotels: Nichtigkeit der Kündigungen

Confederació Nacional del Treball
Sindicat d’Oficis Varis de Barcelona
Pl. Duc de Medinaceli, 6, Entr. 1ª 08002 BARCELONA
Tel./Fax: 93 317 05 47 E-Mail: sov@barcelona.cnt.es

Am vergangenen 25. März fand die Verhandlung bezüglich der Entlassungen der beiden Arbeitnehmer aus unserer Sektion bei NH Hoteles statt. Am Tag der Verhandlung versammelten sich mehr als 20 Gewerkschaftskollegen vor den Türen des Gerichts. Der dadurch ausgelöste Aufruhr machte den Kontext des gewerkschaftlichen Kampfes von Anfang an deutlich, und auch der Richter selbst sah dies so.

Noch bevor die Verhandlung begann, forderte der Richter das Unternehmen auf, die entlassenen Arbeitnehmer wieder einzustellen, und räumte ein, dass er dessen Argumente überhaupt nicht überzeugend fand.

Das Unternehmen blieb jedoch hart und bot weiterhin Geld an, wenn die entlassenen Arbeitnehmer auf ihr Recht auf Wiedereinstellung verzichteten – etwas, das es in zahlreichen Telefonaten mit dem Anwalt der Arbeitnehmer wiederholt getan hatte. Der Anwalt drohte sogar damit, eine Beschwerde bei der Anwaltskammer einzureichen, sollten sie darauf bestehen.

Am 11. Mai erhielten wir schließlich das Urteil: Es erklärt die Entlassungen für nichtig und verurteilt das Unternehmen wegen Verletzung des Grundrechts der Arbeitnehmer auf Vereinigungsfreiheit. In der Entscheidung wird festgestellt, dass das Unternehmen ihnen eine Falle gestellt hat, und die Feindseligkeit von NH gegenüber unserer Sektion deutlich gemacht. Diese Nachricht ist eine immense Quelle der Motivation und stärkt den Kampf, den wir seit zwei Jahren führen.

Innerhalb der Gewerkschaftssektion haben wir beschlossen, den Konflikt unabhängig vom Urteil fortzusetzen, da die Entlassungen weder der Ursprung des Konflikts waren, noch würde dieser mit dem Urteil enden. Deshalb haben wir in den Wochen nach dem Prozess unsere Streikposten, Flugblattaktionen und andere Maßnahmen gegen das Unternehmen fortgesetzt. Jetzt werden wir dies erst recht tun, bis wir alle noch offenen Forderungen durchgesetzt haben.

Wir möchten uns noch einmal für die Bekundungen der Unterstützung und die Bemühungen der Gewerkschaften bedanken, die in zahlreichen Hotels dieses multinationalen Konzerns Aktionen durchgeführt und ihm eine Lektion erteilt haben, die er nicht vergessen wird.

Wir hoffen, in den kommenden Wochen weiterhin gute Nachrichten verkünden zu können.

Internationale Solidarität zahlt sich aus: Die FAU Berlin feiert den Sieg der CNT Barcelona gegen NH Hotels