Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Strukturen / Sektion Bildung / Hochschule? Selbstverwaltet!

Hochschule? Selbstverwaltet!

Veröffentlicht am 22.05.2020 Kategorien: , ,
Stellungnahme der HU Betriebsgruppe zur Novellierung des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG) #unserBerlHG

Derzeit läuft zur Neuauflage des Berliner Hochschulgesetzes (BerlHG) die Kampagne #unserBerlHG der Berliner Studierendenvertretungen. Durch die aktuelle Ausnahmesituation besteht derzeit die Gefahr, dass die Überarbeitung des BerlHG nur in abgeschwächter Form stattfindet - dazu darf es nicht kommen!

Auch aus gewerkschaftlicher Sicht ist diese Novellierung relevant: Die HU Berlin wollte bereits in der Vergangenheit das BerlHG zur Legalisierung von Lohndumping nutzen, indem sie eine Ausweitung der Tätigkeiten von "studentischen Hilfskräften" im §121 des BerlHG forderte.

Als HU-Betriebsgruppe der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiterunion Berlin (FAU-B) unterstützen wir die Forderungen der studentischen Selbstverwaltungen insbesondere nach einer Demokratisierung der Hochschule über die Einführung der Viertelparität, denn diese könnte den Statusgruppen der Studierenden, der Professor*innen, der Mitarbeiter*innen in der Wissenschaft und der Mitarbeiter*innen in Service, Technik und Verwaltung endlich gleichwertige Mitbestimmung einräumen. Aktuell gehören die Professor*innen zur maßlos überprivilgierten Minderheit. Dass sie in allen Gremien das Sagen haben, ist Teil der Misstände an Hochschulen und bleibt inakzeptabel!

Lösung nur von unten möglich

Als Basisgewerkschaft wissen wir auch, dass wir nicht auf eine Lösung auf Gnaden des Berliner Senats hoffen können!  Institutionell zustehendes Recht muss erkämpft und erhalten werden. Hierfür braucht es eine starke und aktive Interessensvertretung. Formale Gleichberechtigung ist hierfür jedoch nicht ausreichend, denn...

 

  • ...wie soll ein*e Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in in Hochschulgremien in klare Opposition gehen, wenn er*sie am nächsten Tag für die Verlängerung des Arbeitsvertrags vor dem*der Professor*in buckeln muss? 
  • ...was bringt die formale Gleichberechtigung outgesourcten Lehrbeauftragten oder externen Dienstleister*innen, die nicht in Hochschulgremien partizipieren dürfen
  • ...was bringt die formale Gleichberechtigung, wenn Studierende sich mit ungerechten Institutionen wie uni-(r)assist oder Zwangsberatungen rumschlagen müssen und deswegen keine Zeit und Ressourcen für Partizipation haben?

 

Diese Hindernisse zeigen sich in der gegenwärtigen Krise umso stärker. Es wird deutlich, dass Befristungen für Beschäftigte vor allem psychischen Stress und enorme Planungsunsicherheit bedeuten. Beschäftigte, deren Verträge derzeit auslaufen oder die sich auf neue Stellen bewerben müssen, sind der Willkür der Hochschulleitungen ausgesetzt. Durch die Corona-Krise werden Zugangsbarrieren zu Hochschulen stärker sichtbar: 2/3 der Studierenden müssen arbeiten, um sich ihr Studium leisten zu können; viele von ihnen arbeiten in unsicheren prekären Verhältnissen - der Verlust der Lohnarbeit kann also auch den Verlust von Studienplatz und Wohnung nach sich ziehen. Direkte und versteckte Studiengebühren müssen abgeschafft werden. Studierende benötigen kostenlose Unterkünfte, Transportmittel, Verpflegung und Technik zum Studieren.

#Organize: Selbstverwaltung erkämpfen

Eine selbstverwaltete Hochschule muss daher eine Hochschule sein...

 

  • ...in der Arbeitsverträge entfristet sind.
  • ...in der ausgelagerte Bereiche in die Hochschule (zurück) überführt werden.
  • ... in denen Beschäftigte und Studierende gemeinsam reale Zugangsbarrieren abbauen.

 

Eine selbstverwaltete Hochschule braucht deswegen #Organizing! Organisieren wir uns studentisch und gewerkschaftlich für bessere Studien- und Arbeitsbedingungen! Lasst uns gemeinsam für eine wirklich selbstverwaltete Hochschule kämpfen. Lasst uns als demokratisch-verwalteter Hochschulbetrieb in die ganze Gesellschaft ausstrahlen!

 

Die kämpferische Gewerkschaft

Einfach ausfüllen und abschicken: Hier geht's zum MitgliedsantragDie FAU Berlin ist eine un­abhängige Basis­gewerkschaft. Sie ist bundesweit in der Gewerkschaftsföderation FAU organisiert. Tretet bei, bringt euch ein, werdet aktiv.

#coronafaq

COVID-19 FAQ

Einstieg und Beratung
Hinweis: Es wird bis auf Weiteres keine vor-Ort-Termine geben.
Infoveranstaltung: FAU – Wie funk­tioniert das? Findet bis auf Weiteres nicht statt.
Offenes FAU-Lokal: Findet bis auf Weiteres nicht statt.
Gewerkschaftliche Beratung: Anmeldungen bitte vorab per E-Mail an . Findet bis auf Weiteres nur als Telefon-Beratung statt!
MieterInnenberatung: Findet bis auf Weiteres nicht statt.
Offene Beratung für Kollektivbetriebe: Siehe die Beratungs-Seite der union coop // föderation.
Veranstaltungen / Termine
Weitere Termine
Mall of Shame

Banner Mall of Shame

Petition: change.org
Alle Meldungen: berlin.fau.org/mall

Folge uns via...
Spenden willkommen

Konto-Inh.: Allgemeines Syndikat Berlin
IBAN: DE45 1605 0000 3703 0017 11
BIC: WELA DE D1 PMB
Verwendungszweck: Spende