Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Presse / Pressemitteilungen / Arbeitgeber missbraucht befristete Arbeitsverträge als Druckmittel: Warnstreik im LSVD

Arbeitgeber missbraucht befristete Arbeitsverträge als Druckmittel: Warnstreik im LSVD

Veröffentlicht am 12.12.2017 Kategorien: ,
Arbeitgeber missbraucht befristete Arbeitsverträge in den Tarifverhandlungen im Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg e.V. (BLSB) als Druckmittel. Nun ruft die FAU zu einem Warnstreik am 19.12.2017 auf.
Arbeitgeber missbraucht befristete Arbeitsverträge als Druckmittel: Warnstreik im LSVD

Mitarbeiter_innen fordern auf einer Kundgebung vor den Büroräumen des LSVD einen Tarifvertrag.

Nachdem die Tarifverhandlungen für einen Haustarifvertrag mit dem Bildungs- und Sozialwerk des Lesben- und Schwulenverbands Berlin-Brandenburg e.V. (BLSB) gescheitert sind, ruft das Allgemeine Syndikat der Freien Arbeiter*innen Union Berlin (FAU) die Betriebsgruppe zum Warnstreik am Dienstag, 19.12.2017 von 16-18 Uhr vor der LSVD-Geschäftsstelle (Kleiststr. 35, 10247 Berlin-Schöneberg) auf, um dem Vorstand und der Geschäftsführung ihre Entschlossenheit zu zeigen.

Der Vorstand des BLSB hat bis heute keinen einzigen der 16 zum Jahresende gekündigten Verträge verlängert. Stattdessen wurde sechs Tage vor Weihnachten zwei weiteren Mitarbeiter*innen mitgeteilt, dass ihre Verträge definitiv nicht verlängert werden. Die FAU wertet das als Versuch, die gewerkschaftlich organisierte Belegschaft auszutauschen. „Die Kündigungen, in Frage gestellten Verlängerungen und die Abmahnungen bauen eine Drohkulisse auf, mittels derer die Belegschaft gespalten werden soll“, so Georgia Palmer, Pressesekretärin der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Berlin (FAU), außerdem.

In einer Urabstimmung haben sich die Mitarbeiter*innen der Betriebsgruppe nun trotzdem mit großer Mehrheit dafür entschieden, mit weiteren gewerkschaftlichen Mitteln für einen Tarifvertrag zu kämpfen. Ihnen geht es dabei nicht zuletzt um den Erhalt der Projekte, der ohne qualifiziertes Personal nicht sichergestellt werden kann.

Die vorgetragenen Argumente des Vorstandes, die Förderbedingungen der Senatsverwaltung und die nicht beschlossenen Haushaltsmittel für die Projekte seien Schuld an der aktuellen Lage, entspricht dabei nicht der vollständigen Wahrheit. Zum einen gibt es genug Beispiele von drittmittelfinanzierten Projektträgern, die ihre Mitarbeiter*innen trotzdem mit unbefristeten Verträgen ausstatten (z.B. Mann-O-Meter, Archiv der Jugendkulturen). Zum anderen ist der öffentlich einsehbare Haushaltsplan für 2018/19 vom Senat bereits verabschiedet. Aus diesem geht klar hervor, dass für alle größeren Projekte des BLSB e.V. die Gelder auch in den nächsten Jahren auf dem selben Niveau wie in 2017 eingestellt wurden.

"Wer gute soziale Projekte will, muss sich auch auf Gespräche über gerechtere Arbeitsbedingungen einlassen. Wenn Vorstand und Geschäftsführung nicht dazu bereit sind, die Mitarbeiter*innen ernst zu nehmen, dann gibt es nur noch einen Schritt", merkt Käte Gengenbach, Sekretärin der FAU, an.

Weitere Informationen zum Tarifkonflikt und zum Warnstreik erhalten Sie gerne unter faub-presse [at] fau.org

Die bisher zu diesem Thema erschienenen Artikel und Pressemitteilungen finden Sie außerdem hier: https://berlin.fau.org/kaempfe/bildungswerk

 Berlin den 19. Dezember 2017

Die kämpferische Gewerkschaft

Einfach ausfüllen und abschicken: Hier geht's zum MitgliedsantragDie FAU Berlin ist eine un­abhängige Basis­gewerkschaft. Sie ist bundesweit in der Gewerkschaftsföderation FAU organisiert. Tretet bei, bringt euch ein, werdet aktiv.

#deliverunion

Deliverunion Banner

Einstieg und Beratung
Infoveranstaltung: FAU – Wie funk­tioniert das? Immer am 1. Freitag im Monat, 19.00 Uhr.
Offenes FAU-Lokal: Jeden Freitag, 17–20.00 Uhr.
Gewerkschaftliche Beratung: Immer am 2. und 4. Freitag im Monat, 17–18.00 Uhr. Anmeldungen bitte vorab per E-Mail an .
MieterInnenberatung: Immer am 4. Montag im Monat, 18–19.00 Uhr. In Kooperation mit Rechtsanwältin Carola Handwerg.
Offene Beratung für Kollektivbetriebe: Siehe die Beratungs-Seite der union coop // föderation.
Veranstaltungen / Termine
Weitere Termine
Mall of Shame

Banner Mall of Shame

Petition: change.org
Alle Meldungen: berlin.fau.org/mall

Folge uns via...
Spenden willkommen

Konto-Inh.: Allgemeines Syndikat Berlin
IBAN: DE45 1605 0000 3703 0017 11
BIC: WELA DE D1 PMB
Verwendungszweck: Spende