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Schöne grüne Arbeitswelt? Geldverschwendung!

Veröffentlicht am 26.06.2014 Kategorien: , ,
Die Basisgewerkschaft FAU Berlin ruft für den morgigen Freitag, den 27. Juni, zu einer Kundgebung vor der grünen Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) auf: Für bessere Arbeit in der Böll-Stiftung!

Der Konflikt schwelt seit gut einem Jahr. Jahrelang hatte die HBS den Veranstaltungs-Umbau und das Catering in ihren Räumen über illegale Leiharbeit organisiert. Inzwischen wurde die HBS in einem von der FAU Berlin angestrengten Prozess dazu verurteilt, die betroffenen Kollegen direkt zu beschäftigen (Arbeitsgericht Berlin, 5.9.2013). Ähnliche Gerichtsverfahren sind mit Unterstützung von Verdi gegen die Bundesstiftung Jüdische Museum Berlin anhängig; in beiden Fällen waren die Beschäftigten bei demselben Subunternehmen angestellt.

Nachdem das Arbeitsgericht Berlin nun, im Falle der HBS, genaue Konditionen für die erkämpften Anstellungen festgesetzt hat (20.3.2014), hat sich die grüne Stiftung vor kurzem entschieden, Berufung einzulegen und den Konflikt in die Länge zu ziehen. Damit wird die mit öffentlichen Mitteln finanzierte Stiftung erneut einen mindestens vierstelligen Betrag an Steuergeldern für den juristischen Kampf gegen Arbeitnehmerrechte ausgeben.

Anlass für die Kundgebung am 27.06. ist der Auftakt des Kongresses „Baustelle Neuer Generationenvertrag“ in der HBS. Gerade weil die betroffenen Kollegen eher einer jüngeren Generation angehören als der Großteil der HBS-Beschäftigten, stellt sich die Frage, ob die grüne Vorstellung eines „neuen Generationenvertrags“ so aussieht, dass die Jüngeren in Leiharbeit und Outsourcing arbeiten.

Denn nach wie vor setzt die HBS – nun offenbar ohne Gesetzesverstöße – auf Leiharbeit und bezahlt also einige KollegInnen deutlich schlechter als andere. Zudem richtet sich die HBS in einer Art Zermürbungsstrategie gegen die gewerkschaftlich aktiven Beschäftigten und FAU-Mitglieder. So arbeiten zwei der drei Erstkläger, anders als früher, ohne sinnvolle Beschäftigung in einer Außenstelle – für nur gut zwei Stunden pro Woche. Des Weiteren haben vier von sieben klagenden HBS-Beschäftigten in den letzten Monaten insgesamt sechs Abmahnungen erhalten. All das ist aus gewerkschaftlicher Sicht nicht akzeptabel.

Hier findet sich der vollständige Aufruf der FAU Berlin zur Kundgebung am 27. Juni, inklusive der Forderungen der Basisgewerkschaft.

Berlin den 26.06.2014

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