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FAU Berlin ruft zur Demonstration am 4. Juni gegen antigewerkschaftliche Repression auf

Veröffentlicht am 02.06.2016
Die Basisgewerkschaft Freie Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) Berlin wird immer häufiger mit Klagen gegen die Veröffentlichung von Lohnbetrug und Missachtung elementarer Arbeitsrechte eingedeckt. Mit einer Demonstration durch Berlin-Mitte fordert die FAU Berlin nun die Achtung der Gewerkschaftsfreiheit, die Zahlung ausstehender Löhne sowie die sofortige Einstellung der Angriffe auf die Schwestergewerkschaften CNT (Spanien) und CNT-F (Frankreich).

Mall of Berlin: Noch immer kein Lohn!

Die FAU Berlin steckt derzeit in mehreren zähen Lohnkämpfen. So haben die acht rumänischen Kollegen, die beim Bau der „Mall of Berlin“ perfide ausgebeutet wurden, nach über zwei Jahren Kampf noch immer keinen Lohn gesehen! Die Verantwortlichen verstecken sich hinter einer Kette von Subunternehmen und versuchen die Basisgewerkschaft mit langwierigen Gerichtsprozessen zum Aufgeben zu bringen.

Gastrobetrieb: Einstweilige Verfügung gegen FAU Berlin

Ein italienischer Kollege wurde von einem Restaurant um über 1.000 Euro geprellt. Das ist alles andere als untypisch für die Berliner Gastrobranche. Doch in diesem Fall will der Chef nicht nur partout nicht zahlen, sondern hat zusätzlich eine einstweilige Verfügung gegen die FAU Berlin erwirkt. Der Gewerkschaft ist es nun bei Strafe von bis zu sechs Monaten Haft für den verantwortlichen Sekretär oder 250.000 Euro Buße untersagt, öffentlich Anschuldigungen gegen das Restaurant zu erheben. Bereits läuft gegen einen Genossen eine Untersuchung wegen Nötigung. Anstatt dass der Arbeitgeber die für ihn läppische Summe einfach bezahlt, zieht er es vor, Unsummen in Anwälte und Gerichte zu investieren.

An mutigen KollegInnen wird Exempel statuiert

Zunehmend sind kämpferische Gewerkschaften Ziel juristischer Angriffe. Die Strategie der UnternehmerInnen ist dabei offensichtlich. Sie scheuen keine Kosten, wenn es darum geht eine Gewerkschaft mundtot zu machen. Die Chefs befürchten, dass weitere Beschäftigte ihre Rechte einfordern. Deshalb wird an den KollegInnen, die sich zu wehren trauen, ein Exempel statuiert. Dabei wissen die UnternehmerInnen genau, dass sich kaum ein/e ArbeiterIn einen Gerichtsprozess leisten kann. Doch die UnternehmerInnen haben die Rechnung ohne die FAU Berlin und ihre FreundInnen gemacht. Als solidarische Gewerkschaft kämpft die FAU Berlin mit vielseitigen Mitteln bis zum Schluss.

Angriff auf die Gewerkschaftsfreiheit: Auch in Spanien und Frankreich!

Die Angriffe auf die Gewerkschaftsfreiheit folgen auch in anderen Regionen Europas einem Muster. In Barcelona wird seit Kurzem gegen unsere spanische Schwestergewerkschaft CNT ermittelt, die der „Erpressung“, „Nötigung“ und „Bildung einer kriminellen Vereinigung“ verdächtigt wird, weil sich CNT-GewerkschafterInnen selbstorganisiert gegen die prekären Arbeitsbedingungen in der Gastro-Branche zur Wehr setzen. Und in Frankreich, wo vor dem Hintergrund des Ausnahmezustandes ein ganzes Bündel von Gesetzen gegen die Rechte der Lohnabhängigen durchgepeitscht werden soll, hat die Polizei in den letzten Tagen Gewerkschaftslokale der CNT-F gestürmt und mehrere GewerkschafterInnen verletzt und inhaftiert.

FAU Berlin ist alarmiert und geht in die Offensive

Die FAU Berlin ist alarmiert über derartige Angriffe auf die Organisationen der ArbeiterInnenklasse und unterstützt die verfolgten GenossInnen. Mit der kommenden Demonstration geht die FAU Berlin in die Offensive und zeigt ihren GegnerInnen, dass sie sich nicht mundtot machen lässt. Weiterhin wird jedes Unternehmen, das die Rechte der ArbeiterInnen missachtet oder Löhne nicht zahlt, mit einem zermürbenden Kampf mit der FAU Berlin rechnen müssen.

Demonstration „Gewerkschaftsfreiheit statt Klassenjustiz“, Samstag 4. Juni 2016, 14 Uhr, Hackescher Markt.

Die kämpferische Gewerkschaft

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