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Berliner Basisgewerkschaft gegen Lohnbetrug am Alex

Veröffentlicht am 19.10.2015 Kategorien: , ,
FAU Berlin fordert von dem Restaurant „Cancún“ Lohnnachzahlungen und Urlaubsabgeltung. Für die Gewerkschaft ist das nicht das einzige Problem in dem Unternehmen.

In der kommenden Woche ruft die Basisgewerkschaft FAU Berlin zu Protesten beim Restaurant „Cancún“ auf. Die Gewerkschaft organisiert zunächst eine öffentliche Informationsveranstaltung am Mittwoch sowie eine Kundgebung direkt am Alexanderplatz, unweit des Fernsehturms, am Samstag.

Der Anlass für die Proteste sind grobe Unstimmigkeiten in den Lohnabrechnungen eines ehemaligen Beschäftigten, Luca C., sowie dessen nicht entschädigter Urlaubsanspruch. Dieser hatte im „Cancún“ seit Oktober 2014 als Barmann gearbeitet, bevor er im Juli 2015 wegen andauernder Unregelmäßigkeiten und mangelnder Fairness im Umgang mit den Beschäftigten kündigte. Die Forderungen der Gewerkschaft belaufen sich auf einen niedrigen vierstelligen Betrag – keine „Peanuts“ für prekär Beschäftigte.

Die Geldansprüche setzen sich zum Großteil aus der absolut unstrittigen, jedoch nicht erfolgten  Urlaubsabgeltung zusammen. Darüber hinaus bemängelt die kämpferische Gewerkschaft weitere unfaire Praktiken im „Cancún“. „Besonders ins Auge sticht, dass der Arbeitsvertrag keine Mindestarbeitszeit ausweist. Das ist sozusagen ein Null-Stunden-Vertrag, der den Arbeitnehmer äußerst benachteiligt, wie man ihn bisher nur aus Großbritannien kennt. Außerdem enthält der Vertrag eine völlig überzogene Schadenersatzklausel über 1.000 Euro, die rechtlich kaum Bestand haben dürfte“, erklärt Andreas Förster, ein Sprecher der Arbeitsgruppe in der FAU Berlin.

In den vergangenen Wochen hatte die FAU Berlin die ausstehenden Ansprüche des Gewerkschaftsmitglieds mehrmals schriftlich und persönlich bei den Geschäftsführern Jeannette und Badol A. Shek geltend gemacht. Allerdings zeigten diese angesichts der betriebsinternen Proteste noch kein Interesse an einer Einigung. Eine eigens gegründete Arbeitsgruppe der FAU Berlin trägt nun die öffentlichen Proteste, gleichzeitig ist eine Klage vor dem Arbeitsgericht in Vorbereitung.

Die Geschäftsführer Jeannette und Badol A. Shek betreiben zwei Restaurants selbst (in dem am Alex arbeiten zu Spitzenzeiten rund 22 Personen in einer Schicht), zwei weitere Restaurants werden von einem anderen Inhaber betrieben.

 

Die Veranstaltung „Arbeit und Gegenwehr in der Gastronomie“ am Mittwoch, den 21.10.2015, um 19:00 Uhr im Gewerkschaftslokal der FAU Berlin, Lottumstr. 11 (U-Bahn Rosenthaler Platz bzw. Rosa-Luxemburg-Platz). Geprellte ArbeiterInnen berichten über ihre Erfahrungen, die Gewerkschaft informiert über Handlungsmöglichkeiten. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt; eine Übersetzung wird ggf. gewährleistet.

Die Protestkundgebung „Paradies für Touristen, die Hölle für Arbeiter. Gegen Lohnbetrug an migrantischen Arbeitern“ am Samstag, den 24.10.2015, um 19:00 Uhr vor dem Restaurant „Cancún“, Rathausstraße 5–13.

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