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Raise your fist against XXXXXX!

Veröffentlicht am 19.12.2015 Kategorien: , ,
„Hey, wie geht’s?! Setz dich doch“, säuselte Ramazan, der Manager des „XXXXXX“, als vier Leute der FAU Berlin in den hübschen Speiseraum des Restaurants „XXXXXX“ kamen, in dem unser Mitglied drei Monate lang gearbeitet hatte – wobei ihm unseren Berechnungen nach mehr als 1.000 Euro Lohn- bzw. sonstige Ansprüche durch seine „Arbeitgeber“ vorenthalten wurden. Wir waren gekommen, um mit der Geschäftsführerin, Magdalena R., über den Brief zu sprechen, den wir ihr und der XXXX XXXXXX GmbH (der Betreiberin des „XXXXXX“) zwei Wochen zuvor geschickt hatten und der praktisch ignoriert worden war.

Da Magdalena nirgends zu finden war, setzte sich Ramazan lässig lächelnd zu uns: „Oh, ich hatte ja keine Ahnung davon. Aber du weißt ja, wir sind hier wie eine Familie.“ Wenn man im „XXXXXX“ arbeitet, geben sie dir offenbar mir einer Hand einen warmen Händedruck, während dir die andere in die Lohntüte greift.

Nach zehn Minuten tauchte die Buchhalterin auf, um recht gereizt darauf zu bestehen, dass wir ihr eine Woche mehr Zeit geben, um unsere Angaben über die ausstehenden Gelder zu „prüfen“ – die setzen sich hauptsächlich zusammen aus nicht gezahltem Urlaubsentgelt und Nachtschichtzuschlägen. Ansprüche also, auf die alle Gastronomie-Beschäftigten in Deutschland ein gesetzliches Recht haben, und die die Chefs des „XXXXXX“ anscheinend regelmäßig unterschlagen. Aber hey, so läuft das in der Familie, oder?

Die FAU hatte auch die Lohnabrechnungen unseres Mitglieds verlangt, da ihm überhaupt nur eine einzige ausgehändigt worden war. Laut dieser Abrechnung haben sie ihm auch einen Essensbonus von 90 Euro nicht ausgezahlt – eine klasse „Vergünstigung“ bei dem Job, die sie unserem Mitglied tatsächlich nicht gewährten, das nicht nur die 90 versprochenen Euro nie erhalten hat, sondern sogar Quittungen vorlegen kann, die belegen, dass er für sein Essen bezahlen musste.

Am 12. Dezember 2015 fand ein Telefon- und E-Mail-Protest statt, bei dem FAU-Mitglieder „XXXXXX“ und XXXX XXXXXX wissen ließen, dass die ArbeiterInnen in ihrem Restaurant ein Recht darauf haben, ihre Löhne in voller Höhe und ohne jede Diskussion ausbezahlt zu bekommen. Aber alle Protestierenden bekamen vom XXXXXX-Management die gleiche Antwort: „Wir zahlen nicht.“

Die Eigentümer und Geschäftsführer der Berliner Gastro-Branche, die viele der migrantischen ArbeiterInnen in Berlin beschäftigten, halten oft selbst die grundlegendsten deutschen Arbeitsgesetze nicht ein – unerschüttert aber bleibt anscheinend ihr unredliches Vertrauen darauf, dass sie nicht entdeckt oder erfolgreich herausgefordert werden. Also kämpft die FAU Berlin erneut dagegen an.

Begleiten Sie uns für die Kundgebung am Samstag, 16. Januar um 19.00 Uhr am Hackeschen Markt: https://www.facebook.com/events/754728978004825/

 

Update 15.02.2016: Aufgrund einer einstweiligen Verfügung gegen die FAU Berlin kann der Name des betreffenden Restaurants derzeit nicht genannt werden. Die Basisgewerkschaft setzt sich gegen diese Einschränkung der Gewerkschaftsfreiheit politisch und juristisch zur Wehr.

Die kämpferische Gewerkschaft

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