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There is an alternative!

Veröffentlicht am 03.04.2019 Kategorien: , ,
Die Leitung der Humboldt-Uni verrechnet sich und die wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen sollen es ausbaden? Nicht mit uns!
There is an alternative!

HU ohne Mittelbau

Kalte Kürzungen – Was ist los?

Aufgrund von Fehlern bei der Haushaltung wurde an der Humboldt-Universität (HU) Berlin für den Zeitraum bis 2022 eine weitreichende Stellenbesetzungssperre verhängt. Durch die Aussetzung von Wiederbesetzungen und Anschlussverträgen für wissenschaftliche Mitarbeiter*innen sollen allein auf Ebene des eher kleinen Geographischen Instituts in dem Zeitraum mehr als eine halbe Million Euro eingespart werden. In einzelnen Abteilungen wird dadurch schätzungsweise 20% der Lehre ausfallen. Als erstes trifft es dort die Didaktik, deren Master of Education praktisch funktionsunfähig wird.

Doch warum soll der prekäre und mit Befristungen überlastete Mittelbau das Problem ausbaden? Warum sollen Seminare und Forschungsprojekte wegfallen, wenn sich die HU-Leitung unter den (Vize‑)Präsident*innen Kunst und Kronthaler verrechnet? Die Sperre wird vor allem befristete wissenschaftliche Mitarbeiter*innen treffen. Teilzeit, Befristung, Hochdeputat und unbezahlte Lehraufträge sind seit jeher zentrale Stellschrauben, über die Universitäten auf Kosten eines prekarisierten Mittelbaus Sparpolitiken der Länder umsetzen und steigende Studierendenzahlen stemmen. Entfristungen erhalten wissenschaftliche Mitarbeiter*innen nur noch, wenn sie zusätzliche Lehraufgaben und die Arbeit von bisher unbefristeten Mitarbeiter*innen in Service, Technik und Verwaltung übernehmen.

Die Hochschule soll dem Wohl der Studierenden und Arbeiter*innen in Wissenschaft, Service, Technik und Verwaltung dienen. Als HU-Betriebsgruppe in der Bildungssektion der FAU Berlin fordern wir die HU-Leitung auf, die aktuelle Kürzungspolitik zurückzunehmen. Dazu muss sie vom Land Berlin, das den Universitäten die Ausbildung von mehr Lehrer*innen auferlegt, eine angemessene Finanzierung angesichts steigender Studierendenzahlen einfordern!

Hast Du auch Lust, an Deiner Hochschule für bessere Arbeits- und Lernbedingungen aktiv zu werden?

Dann komm zu unserem statusübergreifenden Betriebsgruppentreffen, das unabhängig von einer Gewerkschaftsmitgliedschaft für Interessierte offen ist. Wir treffen uns an jedem 1. Mittwoch im Monat um 19 Uhr. Schreib uns unter faub-huberlin@fau.org, wenn Du vorbeikommen möchtest!

Wir rufen alle Studierende und Mitarbeiter*innen dazu auf, sich auf Ebene von Abteilungs-, Instituts- und Fakultätsleitungen sowie gegenüber der Hochschulleitung für die folgenden Forderungen einzusetzen:

1. Sofortmaßnahmen: die Stellenbesetzungssperren werden ersetzt durch freiwillige Stundenreduzierungen und Besetzungssperren für Professor*innen. Außerdem fordern wir alle Professor*innen auf, sich gegen die HU-Leitung zu stellen und die folgenden Punkte einzufordern, statt den Konflikt auf Rücken von Studierenden und wissenschaftlichen Mitarbeiter*innen auszutragen.

2. Strukturelle Probleme bekämpfen: Alle Gremien der Humboldt-
Universität sprechen sich gegen eine erneute Teilnahme der HU an der Exzellenzinitiative aus, um sich dem Wettbewerbswahnsinn der deutschen Hochschullandschaft zu entziehen. Parallel fordern sie von Hochschulleitung, Land und Bund, die Gelder zurück an die Kernaufgaben der Hochschule zu überführen und die Austeritätspolitik, die die gesamte Daseinsvorsorge bedroht, aufzugeben.

3. Demokratisierung und Transparenz: Schaffung von Transparenz über die Ursachen der Finanzknappheit sowie über die Entscheidungsstrukturen, die die Kürzungen verursachten und in denen beschlossen wurde, sie auf den Mittelbau abzuwälzen.

Die kämpferische Gewerkschaft

Einfach ausfüllen und abschicken: Hier geht's zum MitgliedsantragDie FAU Berlin ist eine un­abhängige Basis­gewerkschaft. Sie ist bundesweit in der Gewerkschaftsföderation FAU organisiert. Tretet bei, bringt euch ein, werdet aktiv.

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Einstieg und Beratung
Infoveranstaltung: FAU – Wie funk­tioniert das? Immer am 1. Freitag im Monat, 19.00 Uhr.
Offenes FAU-Lokal: Jeden Freitag, 17–20.00 Uhr.
Gewerkschaftliche Beratung: Immer am 2. und 4. Freitag im Monat, 17–18.00 Uhr. Anmeldungen bitte vorab per E-Mail an .
MieterInnenberatung: Immer am 4. Montag im Monat, 18–19.00 Uhr. In Kooperation mit Rechtsanwältin Carola Handwerg.
Offene Beratung für Kollektivbetriebe: Siehe die Beratungs-Seite der union coop // föderation.
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