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"Sich gerade dort organisieren, wo die Gefahr der Vereinzelung besteht"

Veröffentlicht am 27.02.2020 Kategorie:
Der Konflikt um Deliveroo ist ein Paradebeispiel für die Aufweichung von Arbeitsbedingungen in der sogenannten „Gig-Economy“ - er zeigt aber auch, dass es sich lohnt, gegen Selbige vorzugehen. Nun hat er einen Abschluss gefunden.

Der Arbeitskonflikt um die Massenentlassungen von Deliveroo hat ein Ende gefunden: Nachdem im Oktober vergangenen Jahres bereits drei Rider im Zuge von Güteverhandlungen eine deutlich höhere Abfindung als die zuvor angedachten und wenige hundert Euro schwachen „good will payments“ erwirken konnten, hat nun auch der vierte Rider eine Vergleichszahlung erhalten. Er hatte das erste und auch das darauffolgende Angebot des Lieferdienstes abgelehnt. Bei der nun erfolgten Zahlung handelt es sich um einen nochmals deutlich höheren Betrag: Deliveroo zahlte am Ende 8000 Euro.

Nach dem Rückzug des Lieferdienstes Deliveroo aus Deutschland im August vergangenen Jahres standen plötzlich zahlreiche Fahrer nicht nur ohne Job, sondern auch ohne angemessene Abfindung da. Grundlage der darauf folgenden Güteverhandlungen war nun der Streit um die Anerkennung der Rider als regulär Beschäftigte – von Seiten des Online-Lieferdienstes waren die Rider Selbstständige, denen bei Massenentlassungen keine Abfindung zusteht – und daher rührte auch der selbst zugeschriebene „good will“ in den äußerst niedrigen „good will payments“, die den Ridern unter dieser Prämisse zunächst angeboten worden waren.

Der Konflikt um Deliveroo ist ein Paradebeispiel für die Aufweichung von Arbeitsbedingungen in der sogenannten „Gig-Economy“ - er zeigt aber auch, dass es sich lohnt, gegen Selbige vorzugehen. „Wenn Betroffene sich wehren, kann das Signalwirkung haben, sowohl auf andere Angestellte als auch auf die Unternehmen – auch und vor allem in Zusammenhängen, in denen sich das Unternehmen lediglich als Arbeitsvermittler betrachtet und sich auf diese Weise seinen Verpflichtungen zu entziehen versucht“, so Johnny Hellqvist von der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union Berlin (FAU Berlin), „es ist wichtig, sich gerade dort zu organisieren, wo aufgrund ortsungebundener Tätigkeiten wie der Essenslieferung die Gefahr der Vereinzelung besteht.“

Die FAU Berlin wird in Kürze eine Zusammenfassung der Ereignisse sowie eine detaillierte Auswertung zum Abschluss der Kampagne veröffentlichen.

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