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[Mall of Shame] Besuch bei Andreas Fettchenhauers Reitsportstätte

Veröffentlicht am 08.01.2015 Kategorien: ,
Es mag über die Jahreswende ruhig geworden sein, doch der Kampf um die Löhne der Mall-Bauarbeiter rangiert nach wie vor auf der gewerkschaftlichen Agenda der FAU Berlin weit oben. Wie bereits berichtet, hatte die FAU Berlin mehrere Sponsoren des CSI Neustadt/Dosse, einem großen Reitsportevent, über Andreas Fettchenhauer informiert. Fettchenhauer ist nämlich nicht nur Geschäftführer der FCL Fettchenhauer Controlling & Logistics GmbH, der Generalunternehmerin der „Mall of Berlin" die im Dezember 2014 Insolvenz anmeldete, seine Andreas Fettchenhauer Pferdesport (AFP) GmbH ist auch Pächterin der Graf von Lindenau Halle, in der das CSI stattfindet. Ebenso ist er durch AFP Sponsor des CSI. Das CSI findet aktuell in Neustadt/Dosse bis Sonntag statt. GewerkschafterInnen der FAU besuchten das Event um an Andreas Fettchenhauer eine simple Forderung zu erneuern: Er soll die Mall-Bauarbeiter bezahlen(nach §14 AEntG), die von Subunternehmen um ihre Löhne geprellt wurden!

[Dieser Beitrag musste aufgrund einer durch Andreas Fettchenhauer erwirkten einstweiligen Verfügung gegen die FAU Berlin zensiert/verändert werden]

Anhand dieser durchaus sichtbaren Kontaktstellen von Andreas Fettchenhauer beim CSI, wollte die Basisgewerkschaft im Vorfeld des Turniers die Sponsoren darüber informieren, dass, während Fettchenhauer mit seiner Firma FCL als Generalunterhmer die Bauaufsicht hatte, beim Bau der Mall of Berlin Subunternehmen angeheuert waren, die Arbeiter ausgebeutet und in die Schwarzarbeit getrieben haben. Dagegen  hat die FCL keine wirksamen Schritte unternommen und ist damit nach Auffassung der FAU Berlin ihrer Verantwortung nicht gerecht geworden.

Es lag daher auch auf der Hand, noch einmal vor Ort Andreas Fettchenhauer in die Pflicht zu nehmen. Am heutigen Donnerstag entrollten daher mehrere GewerkschafterInnen der FAU in einem Veranstaltungsblock am Nachmittag, der unter der Schirmherrschaft der Andreas Fettchenhauer Pferdesport GmbH stand, ein großes Transparent in bester Lage, das Fettchenhauer deutlich aufforderte, die Bauarbeiter zu bezahlen, die von den Subunternehmen um Löhne geprellt wurden (nach §14 AEntG). Obwohl der anwesende Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) die Aktion deutlich auf seinem Screen hatte, wurde dies in der abendlichen Berichterstattung leider nicht erwähnt. Ob dies daran lag, dass der rbb allgemeiner Partner der durch die AFP betriebene Graf von Lindenau Halle ist, steht offen. Anschließend verließen die GewerkschafterInnen das Gelände.

Für die FAU Berlin ist klar, Andreas Fettchenhauer hat genug Mittel und Firmen um die fehlenden Löhne der Arbeiter zu bezahlen. Seine Insolvenz ist nur ein Davonstehlen aus der Verantwortung. Eine Anzeige wegen Insolvenzverschleppung bestätigt auch den kritischen Blick der Gewerkschaft, für die viele Fragen des Baumanagements und der Bezahlungsweisen offen sind. Wieso zum Beispiel setzte Andreas Fettchenhauer auf so dubiose Firmen wie openmallmaster oder Metatec? Die 2011 kurz vor dem Bau der Mall gegründete openmallmaster GmbH hatte keinerlei Referenzen vorzuweisen. Sie hatte 2014 nach Angaben der Wirtschaftsauskunft Creditreform nur eine/n Beschäftigte/n. Unseriöser geht es kaum. Die Firma Metatec ist wiederum schon auf einer Seite eines Inkasso-Unternehmens (mit Fokus Tschechien und Österreich) als „Betrüger“ gelistet gewesen (Seite mittlerweile offline). Andreas Fettchenhauers FCL hat bis zum Ende auf solche Subunternehmen gesetzt. Von den ausbeuterischen Vorgängen will er, ebenso wie der Investor nichts mitbekommen haben?
Bereits seine andere Firma, die BSS, die vor der FCL Generalunternehmerin der Mall of Berlin war und für die Fettchenhauer schon damals stets Rede und Antwort in der Presse stand (und dort ebenso zeitweise Mitglied der Geschäftsführung war), war in Ermittlungen um Schwarzarbeit verwickelt. 2013 ging dieses Unternehmen in die Insolvenz.

Der geschäftstüchtige Andreas Fettchenhauer bleibt im Fokus der Basisgewerkschaft.

 

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