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Kündigungen und akute Projektgefährdung: Warnstreik im LSVD

Veröffentlicht am 21.12.2017
Am Dienstagnachmittag versammelten sich vor der Geschäftsstelle des Bildungs- und Sozialwerks des Lesben- und Schwulenverbandes Berlin-Brandenburg (LSVD) etwa 30 Personen zu einer Kundgebung. Die Demonstrierenden zeigten sich solidarisch mit den Forderungen der Beschäftigten des Bildungswerks, in dem für die gleiche Zeit ein Warnstreik angesetzt war.

Zum Warnstreik aufgerufen hatte die Freie Arbeiterinnen- und Arbeiter- Union Berlin (FAU). Zuvor hatte sich der Arbeitskonflikt im LSVD weiter zugespitzt. Nach einer erfolglosen ersten Verhandlungsrunde hatten der Vorstand sowie Geschäftsführer Jörg Steinert sich geweigert, erneut mit der FAU ins Gespräch über den Abschluss eines Tarifvertrags zu treten. Stattdessen wurden weitere Mitarbeiter*innen freigestellt.

 

Damit ignoriert die Geschäftsleitung nicht nur die Forderungen ihrer Beschäftigten – sie nimmt offenbar auch die Gefährdung der eigenen Projekte in Kauf. So ist mittlerweile ist klar, dass renommierte Projekte wie das Regenbogenfamilienzentrum, die Schulaufklärung (Community Gaymes) und Respect Gaymes ab Anfang Januar ohne Mitarbeiter*innen dastehen werden. Diese wurden entweder gekündigt oder sind gegangen, weil sie die Arbeitssituation unter diesem Vorstand und Geschäftsführer nicht mehr mittragen wollten. Andere Projekte sind ebenfalls betroffen.

 

Die Betriebsgruppe fordert weiterhin einen Tarifvertrag für die wenigen verbleibenden Beschäftigten sowie eine Kehrtwende im Personalmanagement. Soziale Projekte leben von Ihren Mitarbeiter*innen und deren Erfahrungen. Gerade bei so wichtigen gesellschaftlichen Anliegen, wie sie der LSVD vertritt, wäre eine kontinuierliche Arbeit nicht nur wünschenswert, sondern notwendig.

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