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Klassenkampf in Zeiten von Corona

Veröffentlicht am 24.03.2020 Kategorien: ,
Die Corona-Pandemie entfaltet sich mit atemberaubender Geschwindigkeit. Es werden drastische Maßnahmen ergriffen, um die Auswirkungen auf kritische Infrastrukturen und Unternehmen abzufedern.

Notwendigkeit und Dringlichkeit des Handelns sollten uns jedoch nicht davon abhalten, die Art der Maßnahmen und deren Umsetzung kritisch zu hinterfragen.
Klassenkampf in Zeiten von Corona

Klasse & Krise: Klassenkampf in Zeiten von Corona

Nicht nur das Coronavirus verbreitet sich rasend schnell, auch Verletzungen der Arbeitsrechte in Form von unrechtmäßigen Entlassungen und Lohnprellerei finden derzeit in besonders großem Umfang statt. Betroffen sind vor allem prekäre Arbeiter*innen, zum Beispiel in der Gastronomie, in der freiberuflichen Bildung oder in Pflegebetrieben. In der Krisensituation zeigt der Staat seinen Klassencharakter: Er bietet Wirtschaftshilfe für private Unternehmen zu günstigen Konditionen an, statt Menschen direkt und bedingungslos zu unterstützen.

                                
Mit der neu verordneten Ausgangsbeschränkung gehen zudem Kontrollmechanismen und Befugnisse einher, deren Wirksamkeit sich nicht vollends erschließt. So gilt in Berlin seit ca. 18 Stunden eine Mitführpflicht für Personalausweise bzw. Meldebescheinigungen. Die Folgen dieser und weiterer polizeilicher Befugnisse bleiben abzuwarten, doch auch hier werden Probleme vor allem für diejenigen geschaffen, die ohnehin schon am stärksten unter der Krise leiden.
Die Auswirkungen der Pandemie sind keine einfache statistische Tatsache, sondern sozialer Natur.
Chancen und Risiken sind in dieser Gesellschaft strukturell ungleich verteilt - das gilt auch im Bezug auf Krankheiten: Menschen in prekären Lebens- und Arbeitssituationen, Pflegekräfte in prekären Sektoren und vor allem Menschen ohne formalen Zugang zu Gesundheitsdiensten - sie alle sind tendenziell stärker von der Pandemie und ihren weitreichenden Folgen betroffen. Die Qualität der öffentlichen Gesundheitsinfrastruktur, die seit Jahren unterfinanziert ist, bestimmt die Sterblichkeitsraten mit. Zudem verschwinden andere wichtige Themen wie die Kämpfe von Migrant*innen an der türkisch-griechischen Grenze fast vollständig hinter der aktuellen Corona-Berichterstattung. 
Als Arbeiter- und Gewerkschafter*innen müssen wir den Klassencharakter dieses Krisenmanagements hervorheben. Verbreiten wir Solidarität, anstatt die Prekarität zu verstärken!
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