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Internationale Aktionswoche gegen prekäre Beschäftigung in der grünen Böll-Stiftung

Veröffentlicht am 10.09.2013 Kategorien: , ,
Zwischen dem 1.9. und dem 7.9. führten Mitglieder verschiedener syndikalistischer Organisationen europaweit Aktionen gegen prekäre Arbeitsbedingungen bei der Heinrich-Böll-Stiftung durch. So zogen GewerkschaftsaktivistInnen zum Beispiel vor Niederlassungen der Stiftung in Prag, Brüssel, Belgrad und Warschau. Dort wiesen sie unter anderem darauf hin, dass Deutschland mit seinem großen Billiglohnsektor einen heftigen Lohndruck auf andere europäische Länder ausübt. Wie festgefahren die Situation hierzulande ist, wird beispielhaft deutlich, wenn sogar eine staatlich großzügig alimentierte, sich zudem progressiv gebende, Stiftung beim Billiglohnspiel mitspielen kann. Jedenfalls bislang...

Am 5.9. konnte die FAU Berlin dann einen ersten Sieg vor dem Arbeitgericht Berlin davontragen. Das Gericht stellte fest, dass das FAU-Mitglied Michael R. in den letzten Jahren nicht im Rahmen eines Werkvertrages, sondern als Leiharbeiter für die Stiftung gearbeitet hat. Da für die Leiharbeit aber keine Genehmigung vorlag, ist ein unbefristeter Vertrag zwischen R. und der Heinrich-Böll-Stiftung zustande gekommen. Darüber hinaus wird die Stiftung mit hoher Wahrscheinlichkeit Lohnachzahlungen für die letzten Jahre leisten müssen. Weitere Klagen anderer KollegInnen sind anhängig.

01.09.2013 | Köln
Mitglieder der FAU Köln machten mit einer Plakataktion am Landhaus des 1985 verstorbenen Heinrich Böll – heute ein Seminarhaus der Stiftung, die seinen Namen trägt – auf den Konflikt aufmerksam. [Zum Bericht.]

02.09.2013 | Berlin
Bei einer Diskussionsveranstaltung im Berliner Stiftungssitz der HBS informieren VertreterInnen der FAU Berlin die Gäste über den Konflikt. [Ein Videomitschnitt der Aktion (ab ca. 1:45), leider ohne Ton.]

03.09.2013 | Prag
Mit einer E-Mail-Aktion wandte sich die tschechische Československá anarchistická federace (ČSAF) an das Prager Büro der Heinrich-Böll-Stiftung und forderte die Wiedereinstellung der aus dem Betrieb verdrängten KollegInnen zu tariflichen Bedingungen. [Zur tschechischen Fassung des Aufrufes.]

04.09.2013 | Lissabon
Mit einer Protest-E-Mail wendet sich die portugiesische Associação Internacional dos Trabalhadores - Secção Portuguesa an verschiedene Stellen der Heinrich-Böll-Stiftung und fordert die Wiedereinstellung der aus der HBS verdrängten KollegInnen zu tariflichen Bedingungen.

04.09.2013 | Prag
Die slowakische Priama akcia stattete dem Prager Büro der Heinrich-Böll-Stiftung einen Besuch ab und übergab ein Protestschreiben gegen die prekären Arbeitsbedingungen und die gewerkschaftsfeindliche Haltung der Geschäftsführung.

05.09.2013 | Berlin
Mit etwa 20 solidarischen Prozessbeobachtern begleitete die FAU Berlin den Verhandlungstermin im Prozess eines Mitgliedes gegen die Heinrich-Böll.Stiftung vor dem Arbeitsgericht Berlin. Mit einer Kundgebung vor dem Gericht machten sie anschließend PassantInnen und BesucherInnen auf den Konflikt aufmerksam und konnten über den positiven Ausgang der Klage auf Festanstellung aufgrund unerlaubter Leiharbeit informieren. [Zum Bericht.]

05.09.2013 | Brüssel
Die niederländische Gewerkschaft Vrije Bond führt eine Kundgebung vor dem Brüsseler Büro der Heinrich-Böll-Stiftung durch. [Zum Bericht.]

05.09.2013 | Frankfurt a. M.
Am Rande einer Diskussionsveranstaltung konfrontierte die FAU Frankfurt die Landtagsabgeordneten Kordula Schulz-Asche und Marcus Bocklet sowie an den Bundestagsabgeordneten Omid Nouripour mit dem Protest gegen prekäre Arbeitsbedingungen. Nouripour versprach, die Angelegenheit zu verfolgen. [Zum Bericht.]

05.09.2013 | Halle a. d. S.
Die HBS Sachsen-Anhalt zeigte an diesem Tag einen Film in einem hallischen Kino. Dort verteilten Mitglieder der FAU-Halle Flyer an die Gäste und informierten die Mitarbeiter der lokalen Stiftung über den erfolgreichen Arbeitsgerichtsprozess in Berlin. [Zum Bericht.]

06.09.2013 | Belgrad
Die Serbische Anarho-sindikalistička inicijativa (ASI) informiert mit einer Flyer-Aktion vor dem Belgrader Büro der Heinrich-Böll-Stiftung über den Konflikt. In Gesprächen begegnen viele der angesprochen PassantInnen dem Anliegen mit Sympathie.

06.09.2013 | Halle a. d. S.
Die FAU-Halle sprach mit dem grünen Politker Stephan Bischoff in Halle. Nachdem die Meinungen ausgetauscht wurden, informierten die FAU-Mitglieder PassantInnen über den Arbeitskampf in der HBS. [Zum Bericht.]

07.09.2013 | Warschau
Die polnische Gewerkschaft Związek Syndykalistów Polski (ZSP) führte am Rande einer Konferenz der Heinrich-Böll-Stiftung und der polnischen Grünen-Partei in Warschau eine Kundgebung durch, informierte die KonferenzteilnehmerInnen mit Flyern und kam mit ihnen ins Gespräch. [Zum Bericht.]

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