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Gegen Diskriminierung bei der Böll-Stiftung

Veröffentlicht am 30.06.2014 Kategorien: , ,
Nach über einem Jahr des Konfliktes um verdeckte, illegale Leiharbeit und gewerkschaftliche Rechte in der Heinrich-Böll-Stiftung (HBS) protestierten am Freitag, dem 27. Juni 2014, nach einem Aufruf der Freien Arbeiterinnen- und Arbeiter-Union (FAU) Berlin gut 40 Menschen vor dem Hauptsitz der grünen Parteistiftung. Anlass waren die aktuellen Schikanen der Geschäftsführung gegenüber den kämpferischen Kollegen, mit denen man offenbar versucht, unliebsame Beschäftigte endgültig aus dem Betrieb zu verdrängen.

Am Rande des Kongresses „Baustelle Neuer Generationenvertrag“, der mit viel Prominenz aus Politik, Wissenschaft und Medien an diesem Wochenende in der Stiftung veranstaltet wurde, informierten die GewerkschaftsaktivistInnen über den aktuellen Stand des Konfliktes. Der Berliner Musiker Paul Geigerzähler begrüßte dabei die eintreffenden KonferenzteilnehmerInnen mit Interpretationen bekannter Protestlieder und seinen eigenen Songs auf der Geige.

Im Laufe des Konfliktes hatte die HBS die Leiharbeit in ihrem Konferenzzentrum legalisiert und setzte auch bei diesem Kongress zur Generationengerechtigkeit ganz offiziell LeiharbeiterInnen ein, die den prominenten Gästen Erfrischungen servierten. Wie die ursprüngliche Belegschaft des Konferenzzentrums auch, gehören sie eher einer jüngeren Generation an, als die meisten übrigen MitarbeiterInnen der HBS und KonferenzteilnehmerInnen. „Wir fragen uns, ob sich die HBS einen neuen Generationenvertrag so vorstellt, dass die Jüngeren in Leiharbeit und Outsourcing arbeiten. Jung und Billig: wohl bekomm‘s!“ hieß es dazu in einem Redebeitrag. „Es geht auch um die Frage, ob eine grüne Stiftung, die sich seit Jahren kritisch mit den sozialen Folgen der Prekarisierung in Deutschland und Europa auseinandersetzt, in ihrem eigenen Betrieb prekäre Leiharbeit nutzen kann.“

Bereits im September letzten Jahres hatte das Arbeitsgericht Berlin die Stiftung in einem von der FAU angestrengten Pilotprozess dazu verurteilt, den ersten der KollegInnen zu übernehmen, die zum Teil über Jahre im Konferenzzentrum der Stiftung illegalerweise als LeiharbeiterInnen in Veranstaltungsumbau und Catering beschäftigt worden waren. Nun war bei einem zweiten Verhandlungstermin das Urteil über Arbeitszeit und Lohnhöhe des Kollegen gefällt worden – doch obwohl das Urteil durchaus nicht in allen Punkten den Forderungen der FAU entsprach, legte die Geschäftsführung Berufung ein.

In Redebeiträgen wurden auch die aktuellen Schikanen der Geschäftsführung kritisiert, die durch ihre Berufung eine juristische Klärung des Konfliktes zu hohen Kosten immer weiter hinauszögert, den Kollegen noch immer nur sehr geringe Arbeitszeiten und entsprechend niedriges Einkommen auferlegt und sie auch durch innerbetriebliche Ungleichbehandlung weiterhin nicht voll in den eigenen Betrieb integriert. Zudem spricht sie in letzter Zeit vermehrt Abmahnungen aus, offenbar um den Kollegen kündigen zu können.

Der Aufruf "Schluss mit den Schikanen – Für bessere Arbeitsbedingungen in der Heinrich-Böll-Stiftung!" findet sich hier.

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