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From Berlin to Malaysia - „Hire and Fire“ international

Veröffentlicht am 11.05.2014 Kategorien: ,
Der Wahlspruch Malaysias, einer in Südostasien gelegenen parlamentarischen Monarchie, lautet „Einheit ist Stärke“. Die wirtschaftliche Realität des Schwellenlandes sieht freilich anders aus: Dort gilt der Spruch „teile und herrsche“, in Form eines breiten Netzes von Subunternehmen für internationale Markenkonzerne.

Im August 2013 heuerte ein Mitglied der FAU Berlin bei einer hessischen Montagefirma an, Arbeitsplatz: Malaysia. Dort wollte der Genosse als Elektroingenieur in der Automobilindustrie arbeiten – die Einarbeitung vor Ort sollte durch einen deutschen Kollegen erfolgen. Am anderen Ende der Welt wurde unser Genosse aber als Elektriker – nicht als Elektroingenieur – eingesetzt und nie von besagtem Kollegen eingearbeitet. Vier Wochen später wurde ihm dann ein Änderungsvertrag mit einer Lohnkürzung von einem Drittel vorgelegt. Außerdem wurden Urlaubstage mit der „Rechtfertigung“ angerechnet, dass ein durch Monsun ausgelöstes Hochwasser ihm schließlich ein paar freie Tage beschert hätte – faktisch stand der Betrieb aufgrund der Havarie still.

Unter dem Vorwand, er hätte sich ein bestimmtes Steuerungsprogramm nicht in seiner Freizeit draufgepackt, flatterte dem Genossen dann pünktlich vor Ende der sechsmonatigen Probezeit eine Kündigung ins Haus – in Berlin, und per Mail nach Malaysia. Eine Kündigung hat aber schriftlich an die aktuelle Aufenthaltsadresse des Beschäftigten zu erfolgen – hier also Malaysia. Umgehend nahm das langjährige FAU-Mitglied Kontakt mit seinem Syndikat in Berlin auf und man plante telefonisch alle weiteren Schritte. Ein Anwalt wurde eingeschaltet, der sofort Kündigungsschutzklage einreichte. Schnelles Handeln war geboten, um die dreiwöchige Klagefrist zu wahren. Die Lohnkürzung (vermittels des bereits erwähnten Änderungsvertrags) war juristisch nicht anfechtbar – dennoch wurde vor dem Arbeitsgericht Gießen eine Einigung zwischen den Parteien getroffen: mehr war nicht drin. Der Vergleich belief sich immerhin auf die sechsfache Summe der gängigen Kündigungsabfindung und sieht die Auszahlung von fünf unbezahlten Urlaubstagen vor – das ist inzwischen Realität. Strittig sind weiterhin sechs Urlaubstage und eine komplette Woche Auslöse…

Den kompletten Fall könnt ihr in der kommenden Ausgabe der Direkten Aktion lesen.

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