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Dasselbe in Grün: Böll-Stiftung hält an prekären Arbeitsverhältnissen fest

Veröffentlicht am 18.06.2013 Kategorien: , ,
Die FAU Berlin informiert MitarbeiterInnen und BesucherInnen der Heinrich-Böll-Stiftung über die prekären Arbeitsverhältnisse im Betrieb. Trotz vieler Kritik an der aktuellen Beschäftigungspraxis will die Geschäftsführung bisher nicht auf die günstigen und flexiblen Arbeitsverhältnisse verzichten.

Fast alle KollegInnen, die im Berliner Stiftungshaus der Heinrich-­Böll­-Stiftung im Bereich Technik, Empfang, Reinigung, Catering und Veranstaltungsumbau arbeiten, sind über Fremdfirmen angestellt. Sie haben weniger Rechte in der Stiftung und werden anscheinend durchgängig schlechter bezahlt als der Tarif bei einer Festanstellung es vorsehen würde – einige bekommen derzeit nicht einmal den von den Grünen geforderten Mindestlohn. Selten sind Arbeitszeiten planbar, Schichten zu später oder früher Stunde sind dagegen häufig der Fall. Aber auch im Kernbereich des Stiftungsbetriebes leis­ten PraktikantInnen wertvolle Arbeit, die nicht eben gut entlohnt wird. Damit trägt die Hein­rich­-Böll­-Stiftung seit Jahren zu einer Ausweitung des prekären Beschäftigungssektors bei.

Prekäre Arbeit: Gerecht? Partizipativ? Grün?

Passt diese Beschäftigungspraxis zur „grünen Ideenagentur“ Heinrich­-Böll­-Stiftung? Passt sie zu politischen Forderungen der grünen Partei nach Mindestlohn und sozialer Gerechtigkeit im aktuellen Wahlkampf? Sind Outsourcing und Leiharbeit geeignete Mittel, um den partizipativen Führungsstil in der Böll­-Stiftung umzusetzen, wie er intern in Grundsätzen für Führung und Zu­sammenarbeit vereinbart wurde? Trotz aller Kritik hat die Geschäftsführung jedenfalls erklärt, auch in Zukunft solche Beschäftigungsverhältnisse in der Stiftung nutzen zu wollen.

Wir fordern, dass mit diesem Auslagerungsspiel Schluss ist und dass die Stiftung alle Kolle­gInnen direkt anstellt, die Daueraufgaben bei ihr erfüllen. Damit die KollegInnen wieder ein verlässliches Arbeitsverhältnis haben und nach dem gleichen Tarifvertrag bezahlt werden, wie alle anderen in der Stiftung. Damit all die alltäglichen Absurditäten und die organisatorischen Pro­bleme ein Ende haben, die der dauerhafte Einsatz von KollegInnen über andere Firmen in der Stiftung zur Zeit mit sich bringt. Und damit die VertreterInnen der grünen Heinrich­-Böll­-Stiftung sich wieder zu ihrem erklärten Grundwert Gerechtigkeit bekennen können, ohne rot zu werden.

Einmischen!

Die prekären Beschäftigungsverhältnisse werden aber nicht von alleine verschwinden und weder der Betriebsrat noch die großen Gewerkschaften konnten ihnen bisher ein Ende setzen. Die FAU Berlin kämpft darum seit einigen Wochen aktiv gegen die Missstände in der Stiftung. Viele KollegInnen haben sich in Gesprächen bereits gegen die derzeitige Praxis ausgesprochen, die Geschäftsführung will jedoch auf die flexiblen und güns­tigen Arbeitskräfte nicht verzichten. Im Gegenteil: Scheinbar versucht sie gerade, die bestehen­den prekären Beschäftigungs­verhältnisse umzuorganisieren und ähnliche Klagen in Zukunft noch schwerer zu machen. Nur durch gewerkschaftlichen Druck wird sich die Geschäftsführung überzeugen lassen, allen KollegInnen im Betrieb auch tatsächlich eine Stelle zu geben. Darum werden wir uns auch weiter einmischen!

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