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„Auge um Auge, Zahn um Zahn“ – Schwedische Schule spaltet Belegschaft | Det elfte budet: du skall icke vara medlem i en fackförening!

Veröffentlicht am 25.08.2014 Kategorien: , ,
Deutsch: Am Montag, den 25. August, ging der Schulbetrieb in der Schwedischen Schule wieder los – und zwar ohne zwei gewerkschaftlich organisierte Angestellte, einem Lehrer für Naturwissenschaften und Sport und einem Erzieher. Die schwedische Schule, angegliedert an die schwedische Kirche in Berlin, hat Haltung gezeigt: eine gewerkschaftsfeindliche Haltung. Denn die einzigen Angestellten ohne Wiederanstellungsangebot sind die beiden offen auftretenden Gewerkschafter der FAU Berlin, die gegen die Massenkündigung protestierten.

På svenska: Måndag den 25 augusti började svenska skolan sin verksamhet igen efter sommarlovet, med vissa förändringar i personalstyrkan. Svenska skolan i Berlin, vars huvudman är Victoriaförsamlingen, har visat prov på en klart fackföreningsfientlig inställning. De enda anställda som inte erbjudits nyanställning efter vårens massuppsägning är de båda medlemmarna i fackföreningen FAU Berlin.

Den Kündigungen vorangegangen war ein Protest aus der Belegschaft gegen die drohenden schlechteren Arbeitsbedingungen im Hort. All das hat jetzt Folgen: Wer sich solidarisierte, mit den HortarbeiterInnen oder dem Protest gegen die Kündigungen, bekam ein Angebot mit schlechteren Arbeitsbedingungen; wer die Füße still hielt, arbeitet zu gleichen Arbeitsbedingungen, in einem Fall sogar zu besseren. Eine autoritäre Logik, gegen die sich die FAU Berlin entschieden ausspricht, deren Zielsetzung aber klar ist: Den MitarbeiterInnen soll  signalisiert werden, wer loyal und kritiklos zum Chef ist, hat eine Zukunft.

Fakt ist: Der Protest brachte die Geschäftsführung in Bewegung, eine  breite Berichterstattung in Schweden folgte. Dort folgten auch mehrere Solidaritätsaktionen und Unterstützung durch die syndikalistische Schwestergewerkschaft SAC, aber auch in London durch die örtliche anarchosyndikalistische Solidarity Federation und in Athen durch Aktive der SVEOD. Ohne diesen Protest wäre es unwahrscheinlich gewesen, dass Lehrkräfte überhaupt zu besseren oder gleichbleibenden Arbeitsbedingungen wiederangestellt werden würden -- denn wozu sonst hätte man Allen kündigen müssen?!

Der erzeugte öffentliche Druck und gewerkschaftliche Protest konnten nur schwer ignoriert werden von der Geschäftsführung. Insbesondere der Protest vor der Haustür sorgte sichtlich für Nervosität. Die Spaltung der Belegschaft in Bevorzugte, Nicht-Bevorzugte und Kündbare soll der Geschäftsführung wohl dazu dienen, die Kontrolle über die Beschäftigten wiederzugewinnen, um erneuten Protest bei ähnlichen Kündigungsaktionen zu unterbinden. Dies soll anscheinend für die Zukunft bewirken, dass sich die Beschäftigten zurückhalten, in der Hoffnung auf "Gnade" durch den kirchlichen Schulträger. 

Die Erwartung, dass nach einer Massenkündigung Wiederanstellungen generell zu gleichen oder sogar besseren Konditionen erfolgen, darf aber schlicht als naiv bewertet werden. Das zeigt erneut, wie wichtig eine breite Solidarisierung unter ArbeiterInnen ist. Wenn nur eine Minderheit protestiert ist das vielleicht zugunsten von denen, die nicht aufbegehren -- gar kein Widerspruch wird jedoch für keinen Einzigen etwas bewirken.


Die FAU Berlin hat Kündigungsschutzklage eingereicht und wird ihre gekündigten Mitglieder weiter unterstützen und für ihre Wiedereinstellung kämpfen.

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På svenska:

Efter en protest mot nedskärningar på fritids, sades hela personalen upp den 28 maj. De uppsagda uppmanades att söka sina tjänster på nytt. Ledningen hävdade att inga externa rekryteringar skulle ske. Därpå förefaller personalen ha delats in i olika kategorier utifrån sitt agerande – de som solidariserade sig med protesterna mot skolans personalpolitik erbjöds nya tjänster, men till sämre villkor än tidigare. De som förhöll sig neutrala fick behålla sina anställningsvillkor, eller i något fall till och med bättre villkor än tidigare. FAU Berlins medlemmar blev inte återanställda alls. I deras ställe har dock två personer rekryterats externt.

FAU Berlin tar tydligt avstånd ifrån denna auktoritära personalpolitik, vars syfte tycks vara att visa de anställda att den som är lojal med ledningen belönas, medan den som har kritiska synpunkter bestraffas. Samtidigt skickar ledningen en tydlig signal om hur den ser på facklig organisation överlag, protester mot försämringar av arbetsvillkoren och krav på medbestämmanderätt på arbetsplatsen.

Konflikten på svenska skolan i Berlin har fått stor uppmärksamhet i svenska medier. Solidaritetsaktioner har även ägt rum i Uppsala, Stockholm, Göteborg, Malmö, Visby, Aten och London. Fallet går upp i arbetsdomstolen i Berlin i oktober respektive november. Fram till dess kommer FAU Berlin fortsätta att kämpa för sina medlemmars återanställning.

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