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Dein IKEA-Protest: Streiks stärken, Wiedereinstellung durchsetzen

Im Juni 2014 wurden 24 Arbeiter eines IKEA-Warenlagers in Piacenza (Italien) gefeuert. Der Anlass? Im April hatten 40 Kollegen gegen die Suspendierung eines gewerkschaftlich aktiven Kollegen protestiert. Seither kämpfen die Kollegen zusammen mit ihrer Gewerkschaft S.I. Cobas für ihr Recht.

Die FAU Berlin unterstützt den Berliner Aufruf zur Solidaritätskundgebung für die entlassenen Arbeiter des IKEA-Warenlagers in Piacenza: Freitag, 19. Dezember um 18 Uhr vor IKEA Tempelhof (Sachsendamm 47; Bus 106 bzw. M46).

Im Juni 2014 sind 24 Arbeiter eines der beiden IKEA-Warenlager in Piacenza (Italien) entlassen worden. Der Anlass ihrer Entlassung: 40 Arbeiter haben im April 2014 dagegen protestiert, dass ein gewerkschaftlich aktiver Kollege vom Dienst suspendiert wurde. Sie haben sich innerhalb des Lagers versammelt. Es wurden jedoch nicht alle entlassen, sondern unter den 40 lediglich jene 24, die Mitglied der Basisgewerkschaft S.I. Cobas sind. Diesem unmittelbaren Anlass vorausgegangen war seit 2012 ein Arbeitskampf, in dem die ArbeiterInnen für die Einhaltung gesetzlich festgelegter Mindeststandards wie garantierte Arbeitsstunden pro Monat und korrekte Lohnabrechnungen gekämpft haben. Dieser Arbeitskampf ist Teil einer größeren Streikbewegung der zumeist migrantischen LagerarbeiterInnen in Italien.

Ihre Probleme sind:

  • keine garantierte Anzahl an Arbeitsstunden,
  • betrügerische Lohnabrechnungen,
  • rassistisch abwertende Behandlung durch die Vorarbeiter,
  • keine Lohnfortzahlung im Krankheitsfall,
  • kein bezahlter Urlaub.


Mit ihren Streiks ist es LagerarbeiterInnen in vielen Unternehmen (wie z.B. TNT und DHL) seit 2011 gelungen, Verbesserungen für sich zu erkämpfen: zum Beispiel 168 garantierte Arbeitsstunden pro Monat, korrekte Lohnabrechnungen, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und manchmal auch die Entfernung von gewalttätigen Vorarbeitern. Sie organisieren sich als Basisgewerkschaft S.I. Cobas und unterstützen sich gegenseitig dabei, die Tore der Warenlager zu blockieren, um ihre Forderungen durchzusetzen. Da sie dabei innerhalb kurzer Zeit großen wirtschaftlichen Schaden anrichten, können sie sich fast immer durchsetzen.

Der Weltkonzern IKEA, der sich gerne den Anschein von Demokratie und Menschenfreundlichkeit gibt, möchte diese Bewegung erfolgreicher Kämpfe, in der die ArbeiterInnen immer selbstbewußter werden, brechen und weigert sich deshalb, die entlassenen Arbeiter wieder einzustellen. Von den 24 Entlassenen haben sich bereits acht vom Unternehmen für 11.000 Euro (!) abfinden lassen. Die anderen erhalten gerade 143 Euro Arbeitslosengeld und eine kleine monatliche Zuwendung aus der Widerstandskasse der S.I.Cobas.

Sie müssen wieder eingestellt werden!

Für menschenwürdige Arbeitsbedingungen bei IKEA! - Für ein Streikrecht und das Recht auf gewerkschaftliche Organisierung bei IKEA!

Deshalb: Solidaritätskundgebung für die entlassenen IKEA-Lagerarbeiter in Piacenza/Italien. (Hintergrundinfos zur Streikbewegung in der Logistik in dem Video von labournet.tv, siehe auch den "Facebook-Event" hier.)

Wann?    19. Dezember 2014 - 18 Uhr
Wo?        IKEA Tempelhof, Sachsendamm 47 (Bus 106 bzw. M46)             

Unterstützt die Widerstandskasse der S.I.Cobas mit einer Überweisung:

Stichwort: "cassa di resistenza":

Empfänger: Sindacato Intercategoriale Cobas

IBAN: IT13N0760101600000003046206

Adresse: Via Marco Aurelio 31, 20127 Milano.

Die kämpferische Gewerkschaft

Einfach ausfüllen und abschicken: Hier geht's zum MitgliedsantragDie FAU Berlin ist eine un­abhängige Basis­gewerkschaft. Sie ist bundesweit in der Gewerkschaftsföderation FAU organisiert. Tretet bei, bringt euch ein, werdet aktiv.

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