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Solidarität mit der National Garments Workers Federation (NGWF) aus Bangladesch

Veröffentlicht am 31.07.2010 Kategorien: ,
Am Abend des 25. Februar 2010 brach im ersten Stockwerk der Bekleidungsfabrik Garib & Garib im bengalischen Dhaka ein Feuer aus. Durch die Abschaltung der Beleuchtung und den mit einer Kette verschlossenen Notausgang waren viele SchichtarbeiterInnen im sechten Stockwerk des Gebäudes gefangen. Obwohl sich das Feuer nicht über das erste Stockwerk hinaus ausbreitete, starben im besagten sechsten Stockwerk 21 Menschen qualvoll durch die sich schnell ausbreitenden giftigen Rauchgase. Weitere 30 ArbeiterInnen aus den anderen Stockwerken wurden teilweise schwer verletzt.

Wir Freie ArbeiterInnen Union Berlin (FAU Berlin) erklären uns solidarisch mit dem Kampf der National Garments Workers Federation (NGWF) für menschenwürdige Arbeitsbedingungen und altersunabhägige Entschädigung der Angehörigen der bei einem Fabrikbrand getöteten ArbeiterInnen des Betriebes Garib & Garib.

Wir fordern das dort produzierende schwedische Bekleidungsunternehmen Hennes &  Mauritz (H&M;) auf, die bereits zugesagten Entschädigungszahlungen unabhängig vom Alter der Angehörigen und im von der NGWF dargelegtem Umfang zu leisten. Weiterhin hat H&M; für menschenwürdige Arbeitsbedingungen in seinen bengalischen Zulieferbetrieben und eine bessere Entlohnung der ArbeiterInnen zu sorgen. Um diesen Forderungen Nachdruck zu verleihen, führt die FAU Berlin vor verschiedenen H&M-Filialen; Solidaritätsaktionen durch.

Hintergrund zum Fabrikbrand bei Garib & Garib

Am Abend des 25. Februar 2010 brach im ersten Stockwerk der Bekleidungsfabrik Garib & Garib im bengalischen Dhaka ein Feuer aus. Durch die Abschaltung der Beleuchtung und den mit einer Kette verschlossenen Notausgang waren viele SchichtarbeiterInnen im sechten Stockwerk des Gebäudes gefangen. Obwohl sich das Feuer nicht über das erste Stockwerk hinaus ausbreitete, starben im besagten sechsten Stockwerk 21 Menschen qualvoll durch die sich schnell ausbreitenden giftigen Rauchgase. Weitere 30 ArbeiterInnen aus den anderen Stockwerken wurden teilweise schwer verletzt. In der Fabrik hatte es keine Brandschutzübungen oder Einweisungen für die wenigen vorhandenen Feuerlöscher gegeben. Ferner war das sechste und siebente Stockwerk illegaler Weise ohne Baumgenehmigung und aus leicht entzündlichen Materialen errichtet worden. Bereits einige Monate zuvor hatte es in dieser Fabrik einen Brand gegeben, bei dem ein Arbeiter und ein Feuerwehrmann ums Leben kamen.

In der betroffenen Fabrik wurden seit Jahren Pullover und Strickjacken für das schwedische Bekleidungsunternehmen Hennes & Mauritz produziert.

Forderungen an Hennes & Mauritz


  • Sofortige Auszahlung der geforderten Entschädigung an die Angehörigen der ArbeiterInnen von Garib & Garib unabhängig von deren Alter

  • Aufnahme von Verhandlungen mit der NGWF über eine Kompensationsleistung für die durch den Fabrikbrand zeitweise nicht entlohnten ArbeiterInnen

  • Sofortige vertragliche Einwirkung auf die für den Konzern produzierenden Betriebe, um den dort beschäftigten ArbeiterInnen

    1. menschenwürdige Arbeitsbedingungen (Einhaltung von Bau- und Brandschutzvorschriften, bessere Entlohnung, reduzierte Arbeitszeiten etc.) zu garantieren und

    2. grundlegende gewerkschaftliche Rechte (Gründung einer Gewerkschaft, Abhalten von Betriebsversammlungen, Führen von Lohnverhandlungen etc.) einzuräumen

  • Veranlassung unabhängiger Sicherheitsüberprüfungen in den betroffenen Betrieben



Weitere Infos über Clean Clothes Campaign: www.cleanclothes.org

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