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„Remember the Dead – Fight for the Living!”

Veröffentlicht am 18.04.2010 Kategorien: ,
Aufruf zum Workers Memorial Day in Berlin am 28. April

Tode – Verstümmelungen – Krankheiten – Vergiftungen – Burnouts – Psychosen – Suizide… Kapitalismus tötet und zerrüttet jährlich die Existenz von Dutzenden Millionen Menschen. Durch Lohnarbeit werden mehr Menschen getötet und verletzt als in Kriegen.

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache: Alle 15 Sekunden stirbt ein Mensch durch einen Arbeitsunfall (über zwei Millionen im Jahr); über 250 Millionen Menschen erleiden Verletzungen bei der Arbeit; über 150 Millionen entwickeln Berufskrankheiten, fast eine halbe Million wird tödlich vergiftet; die Fälle von Burnout, psychischen Krankheiten und Suiziden aufgrund von Lohnarbeit schießen in die Höhe. Allein in Deutschland sterben drei bis vier Menschen täglich, auf der Arbeit, auf dem Weg dorthin oder an den Spätfolgen von ihr. Täglich ereignen sich hierzulande tausende Arbeitsunfälle.

Während global durch nachholende Industrialisierungsprozesse und durch zunehmende Proletarisierung dieser blutige Trend verschärft wird, ist die Zahl der Arbeitsunfälle in Deutschland zuletzt zurückgegangen. Einfach deshalb, weil durch Krise und Kurzarbeit weniger gearbeitet wurde. Dafür nimmt im Klima des wachsenden Leistungsdrucks die Zahl von lohnarbeitsbedingten Burnouts und Psychosen drastisch zu.

Die Knochenmühle der besonderen Art stellt in Deutschland die Leiharbeit dar. Das Risiko für LeiharbeiterInnen, einem Arbeitsunfall zum Opfer zu fallen, ist drei Mal so hoch, wie das für Stammbelegschaften, bedingt durch hohe Fluktuationen, erhöhten Profitabilitätsdruck und schlechte Materialausstattung. Auch die psychische Belastung ist für die prekären und gehetzten LeiharbeiterInnen besonders hoch.

Gegen all diese Missstände richtet sich der Workers Memorial Day. Alljährlich wird er am 28. April auf der ganzen Welt begangen. An ihm gedenken Menschen der Opfer des kapitalistischen Alltags und kämpfen für sichere Arbeitsbedingungen. Die FAU Berlin schließt sich den globalen Aktivitäten an und ruft zur Beteiligung auf. In einem Stadtrundgang mit Redebeiträgen werden am 28. April in Berlin die drei großen Leiharbeitsverbände sowie die Arbeits- und Wirtschaftsministerien besucht, um auf den brutalen kapitalistischen Alltag aufmerksam zu machen.

Los geht’s vor dem Bundesverband Zeitarbeit, in der Friedrichstr. 200 (nahe U6 Stadtmitte), um 15.30 Uhr.

***

Mittwoch, 28. April 2010
Workers Memorial Day
15.30 Uhr, vor der BZA, Friedrichstr. 200 (Start)

sowie

Infoveranstaltung "Arbeit ist Krieg"
am Freitag, 23. April 2010, um 19.30 Uhr
FAU-Lokal, Straßburger Str. 38
+
am Dienstag, 27. April 2010, um 19.00 Uhr
BAIZ, Christinenstr. 1


Siehe auch:
www.leiharbeit-abschaffen.de

Artikel zum Thema in der DA

"Alltag ist Krieg" (DA Nr. 194) | "Tödliche Arbeitsunfälle" (DA Nr. 196) | "Vier Kreuze pro Minute" (DA Nr. 198) |

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