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ZIM gGmbH entlässt Mitarbeiter wegen kritischer Äußerungen.

Veröffentlicht am 24.11.2008 Kategorien: ,
Am 08.11.2008 wurde dem Mitglied der Freien ArbeiterInnen Union Berlin (FAU) Oliver W. durch die ZIM - Gemeinnützige Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft mbh mitgeteilt, dass innerhalb einer Frist von zwei Wochen das Arbeitsverhältnis beendet wird. Als Vorwand für die Kündigung diente der Vorwurf, Oliver W. habe "jähzornige" Verhaltensweisen an den Tag gelegt. W. hatte sich im Vorfeld gegen rassistische Äußerungen eines Kollegen positioniert und das mangelhafte Werkzeug und Arbeitsmaterial, welches in der Firma genutzt wird, bemängelt.
In der Folge wurde er sehr genau beobachtet und auch wegen geringster Versäumnisse - wie wenige Minuten verspätetes Erscheinen am Arbeitsplatz - durch seine Vorgesetzten angegangen. Auffälig dabei ist, dass diese geringen Versäumnisse nur bei Oliver W., nicht aber bei anderen Arbeitern in dieser Form beanstandet wurden. W. war im Rahmen einer Arbeitsbeschaffungsmaßnahme (ABM) in der Firma angestellt und bis zu der Kündigung mit der Herstellung von Nisthilfen (sog. Insektenhotels) beschäftigt. Als Konsequenz aus der Kündigung drohen ihm nun Sanktionen durch das Jobcenter.

Lars Röhm, Verantwortlicher der FAU Berlin, erklärt dazu: "Das Verhalten der ZIM gGmbh ist ohne Frage skandalös. Hier soll offensichtlich ein couragierter Mitarbeiter mundtot gemacht werden, um Missstände zu verdecken. Besonders bemerkenswert bei diesem Fall ist, dass es sich hier um ein Arbeitsverhältniss im Rahmen einer ABM handelt, weshalb der Kollege sowieso schon weitesgehend rechtlos und damit erpressbarer ist. Dass sich Oliver W. trotzdem nicht den Mund verbieten ließ und Missstände im Betrieb offen ansprach, verdient Respekt und keine Kündigung." Nachdem die Geschäftsführerin der ZIM gGmbH, Karin Stöckner, bisher nicht auf die Anschreiben der FAU Berlin reagierte, wird am Dienstag, den 25.11.2008, um 9.00 Uhr eine Kundgebung der FAU Berlin vor dem Arbeitslosencafe der ZIM gGmbH in Reinickendorf (Antonienstraße 68) stattfinden. Die FAU Berlin fordert die sofortige Rücknahme der Kündigung und eine umgehende Beseitigung der Missstände im Betrieb durch die ZIM gGmbH.

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