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Kein Kiez für Nazis - Wer wegschaut stimmt zu!

Veröffentlicht am 14.11.2008 Kategorien: ,
Samstag, 15.11., 14Uhr, S+U Bhf. Pankow.

Seit Anfang 2008 haben im Berliner Stadtteil Pankow die gezielten
Übergriffe und Drohungen gegen Antifaschist_Innen massiv zugenommen. Vermeintliche Antifaschist_Innen werden gezielt abgefangen, und gejagt, ihre Namen mit Drohungen an Hauswände gesprüht, ihre Eltern per Telefon terrorisiert. Dies ist eine Entwicklung, die sich bereits seit letztem Jahr abzeichnet. Bereits seit Mitte 2007 kam es immer wieder zu gezielten Angriffen auf die Wohnungen von Antifaschist_Innen oder zur Veröffentlichung von rechter Propaganda, auf denen ihre Adressen veröffentlicht wurden. Dabei ist dies nur die Spitze dessen, was überhaupt an Übergriffen und Bedrohungen ans Tageslicht gerät. All diejenigen, die nicht den Vorteil genießen, Kontakt zu Menschen zu haben, die sich nach Übergriffen um sie kümmern und/oder solch einen Vorfall eventuell öffentlich machen, finden kaum Erwähnung. Dabei sind sie es, die am meisten unter der permanenten Präsenz der Faschisten in Pankow leiden müssen.

In den Berliner Statistiken zu rechter Gewalt rangiert Pankow mittlerweile auf Platz zwei. Ein großer Sumpf aus gewaltbereitem Kneipenmilieu, Hooligans und Rockern, die meist offen rechts auftreten, sind der Garant dafür, dass dies bis auf weiteres so bleibt. Mit den Kneipen „Musik-Cafe“ in der Wollankstraße und dem „Fire & Ice“ in der Dietzgenstraße existieren in Pankow zur Zeit zwei Treffpunkte für genau dieses Publikum. Überschneidungen mit der Gruppe „Vereinte Nationalisten Nordost“ (VNNO) sind dem entsprechend nicht verwunderlich. Der lokale Kreisverband der NPD profitiert von den VNNO als Vorfeldorganisation, mit der es ihm gelingt militante Kameradschafts-Aktivisten für Aktionen einzubinden, die nicht unter dem Label NPD laufen können. So erstaunt es kaum, dass mit Daniel Steinbrecher und Diego Pfeiffer zwei Kameradschaftler den Vorstand der lokalen NPD stellen. Der NPD KV8 gilt als der zum stärkste Kreisverband in ganz Berlin.

Pankow war schon vor dem Fall der Mauer ein Ort, an dem sich eine stabile rechte Subkultur und organisierte rechte Strukturen etabliert hatten. Nach 1989 war Pankow ein Hauptaktionsfeld der neofaschistischen „Freiheitlichenarbeiter Arbeiter Partei“ (FAP). Diese Kontinuitäten sind bis heute teils ungebrochen. Trotz einer Vielzahl an Projekten gegen Neonazis, lässt sich die rechte Szene in nichts beirren und prügelt weiter wie bisher. Pankow, allem Voran der Ortsteil Niederschönhausen, begreifen sie als „ihr Revier“ – Jede antifaschistische Intervention vor Ort wird nicht geduldet. Erschwerend kommt hinzu, dass es vor Ort kaum Menschen gibt, die ernsthaft gewillt sind etwas gegen Nazis zu unternehmen, sei es aus Angst oder weil sie selbst Teil der rechten Grundstimmung sind, die bei vielen Menschen in Pankow-Niederschönhausen das Denken und Handeln prägt.

Für uns kann es jedoch keine Alternative sein, diejenigen, die unter dem rechten Straßenterror leiden müssen, allein zulassen, nur weil es vor Ort kaum Menschen gibt die bereit sind sich gemeinsam mit uns den Faschisten in den Weg zu stellen. Am 15. November werden wir nach Pankow gehen mund klar stellen, das der Kiez nicht allein den Nazis gehört. Wir richten uns dabei nicht allein gegen Nazis als konkrete Bedrohung, sondern auch gegen Faschismus als Ideologie im Allgemeinen, eine Ideologie die mehrere Millionen Leben auf dem Gewissen hat, eine Ideologie, die in letzter Konsequenz den Mord an so genanntem „unwertem Leben“ als „Lösung“ permanent in sich trägt. Wir haben kein Bock auf Herrschaft, egal in welcher Form sie uns begegnet. Der konsequente Kampf gegen Nazis jedweder Couleur ist für uns darum eine Selbstverständlichkeit. Wenn ihr das auch so seht, kommt mit uns am 15. November mit nach Pankow um zusammen gegen Neonazis und für eine solidarische Gesellschaft zu demonstrieren.

Mehr Infos: www.kein-kiez-fuer-nazis.de.vu

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