Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

Sektionen
Sie sind hier: Startseite / Kampagne für Lohn

Kampagne für Lohn

Veröffentlicht am 22.07.2008 Kategorien: ,
Die Berliner FAU startet eine Kampagne gegen Gratisarbeit und Dauerpraktikanteneinsatz

Immer mehr Menschen hangeln sich von einem un- oder schlecht bezahlten Praktikum zum nächsten. Die Freie Arbeiter Union (FAU), eine kleine Gewerkschaft, hat deshalb eine Kampagne "Keine Arbeit ohne Lohn" gestartet, die sich der Bekämpfung der Gratisarbeit widmet. "Unser Schwerpunkt liegt auf der Selbstorganisierung der Beschäftigten. Dazu gehören natürlich auch die PraktikantInnen", sagt Mitinitiator Matthias Schneider. Auf der Webseite www.keine-arbeit-ohne-lohn.de können Beschäftigte, die keinen Lohn bekommen, Erfahrungsberichte abgeben.

Bei den Betroffenen ist die Kampagne allerdings wohl noch nicht richtig angekommen. "Der Rückfluss ist noch bescheiden", gibt Schneider zu. Allerdings sei es normal, dass PraktikantInnen und AbsolventInnen unentlohnter Probeschichten oft schwerer zu aktivieren sind als Festangestellte. Jessica Bleicher, die sich ebenfalls in der Kampagne engagiert, weiß auch, warum. Die Hoffnung auf den begehrten Job spiele auch nach mehreren Praktika und vielen Gratisstunden immer noch eine große Rolle. Jeder Misserfolg werde dann als persönliches Versagen wahrgenommen.

Bleicher will mit der Kampagne den Betroffenen vermitteln, dass unbezahlte Arbeit kein persönliches Problem ist und man sich dagegen wehren kann. Zumindest diese Botschaft scheint bei einem Teil der Zielgruppe anzukommen. "Über die Kampagnenhomepage erkundigen sich vermehrt Betroffene nach rechtlichen Tipps, um gegen unbezahlte Arbeit vorzugehen", so Schneider. Der Grund dürfte auch in einigen Urteilen von Arbeitsgerichten liegen, mit der die Position der PraktikantInnen gestärkt wurden. Die AktivistInnen geben darum die Hoffnung nicht auf, die Betroffenen zu organisieren. Schließlich ist die Kampagne auf eine längere Zeit ausgelegt und soll über Berlin hinaus ausgedehnt werden.

PETER NOWAK

Quelle: TAZ, 22.7.08.

Die kämpferische Gewerkschaft

Einfach ausfüllen und abschicken: Hier geht's zum MitgliedsantragDie FAU Berlin ist eine un­abhängige Basis­gewerkschaft. Sie ist bundesweit in der Gewerkschaftsföderation FAU organisiert. Tretet bei, bringt euch ein, werdet aktiv.

Wir kommen wieder!

Die FAU Berlin befindet sich gerade in einer Neustrukturierungsphase! Das bedeutet, dass wir einige unserer öffentlichen Aktivitäten herunterfahren, um uns auf die künftige Strategiefindung zu konzentrieren. Während dieser Zeit werden wir unsere Mitglieder selbstverständlich weiterhin unterstützen. Wenn du als Mitglied Hilfe brauchst, dann kannst du dich gern an deine Sektion/Betriebsgruppe wenden - oder du schaust einfach freitags im offenen Lokal vorbei!

Einstieg und Beratung
Für die Einführung von Neumitgliedern sind die Sektionen oder Betriebsgruppen verantwortlich – fragt dort nach!
Immer am 4. Freitag im Monat gibt es Einführungen für Mitglieder, die keiner Sektion oder Betriebsgruppe angehören. Anmeldung unter .
Offenes FAU-Lokal: Freitags, 17.00–20.00 Uhr.
Gewerkschaftliche Beratung: immer am 2. und 4. Freitag im Monat, 18.30–19.30 Uhr.
Bitte zuerst lesen!
Offene Beratung für Kollektivbetriebe: Siehe die Beratungs-Seite der union coop // föderation.
Veranstaltungen / Termine
Weitere Termine
Folge uns via...
Spenden willkommen

Konto-Inh.: Allgemeines Syndikat Berlin
IBAN: DE45 1605 0000 3703 0017 11
BIC: WELA DE D1 PMB
Verwendungszweck: Spende