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Die Großdemo am 2. 10. in Berlin.

Veröffentlicht am 05.10.2004 Kategorien: , ,
(ein kurzer Bericht und ein kurzer Kommentar)

Um 13.00 Uhr, als die Demo beginnen sollte, sah es schlecht aus. Zu wenig Leute und der Platz füllte sich nur langsam. Als es gegen 14.00 Uhr los ging, sah das schon etwas anders aus. Etwa 40.000 Leute setzten sich in Bewegung und das, ohne dass die Gewerkschaftsvorstände der DGB-Gewerkschaften dazu aufgerufen hatten. Mittendrin ein kleiner anarchosyndikalistischer Block, dahinter das autonome Spektrum mit dem fast 1000 Leute zählenden „Wir-wollen-alles-Block“.

Erstmal war alles ruhig und entspannt. Wir setzten uns mit Transparenten und schwarz-roten Fahnen in Bewegung und riefen Parolen wie „Kein Gott, kein Staat – Anarchosyndikat!“ oder den guten Demoklassiker „Alles für alle – und zwar umsonst!“ und erregten damit einiges Aufsehen.
Den ersten Stress mit der Polizei gab an der Ecke Torstr. / Chausseestr., wo es aufgrund von Provokationen der Polizei zu eher harmlosen Rangeleien kam. Weniger harmlos ging es einige Zeit später an der Ecke Friedrichsstr. / Unter den Linden zu. Nach ein paar Farbbeuteln auf eine VW – Dependenz (schließlich ist Peter Hartz im VW-Vorstand) prügelte die Polizei buchstäblich auf jede und jeden ein, der / die in der Nähe war, darunter vollkommen unbeteiligte ältere Menschen.
Einem Genossen von der FAU wurde eine Platzwunde geschlagen. Hier gibt es Überlegungen, den Versuch zu unternehmen, die Polizei strafrechtlich zu belangen.

Die FAU erfreute sich im Anschluss gewisser Aufmerksamkeit; Zitat Tagesspiegel 3. 10.: „Aus dem so genannten schwarzen Block der „FAU“ wurde dazu aufgerufen „am 3. Januar die Arbeitsämter zu stürmen“. An diesem Tage treten die „Hartz-Reformen“ in Kraft. Die Polizei nimmt die Ankündigung ernst. Die FAU ist nach eigenen Angaben eine anarcho-syndikalistische Gewerkschaftsföderation; nach den Angaben des Einsatzleiters sei die FAU die Gruppe, die bei den vergangenen Montagsdemos Unfrieden gestiftet habe.“

Für uns ist das etwas zuviel der Ehre. Abgesehen davon, dass die FAU nicht allein zum „Agenturschluss“ aufruft, drängt sich der Verdacht auf, dass mit dieser Desinformationspolitik seitens der Polizei, die vom Tagesspiegel ohne weitere Recherche wiedergegeben wird, eine Einschüchterung der Anti-Hartz-Bewegung bezweckt und eine Kriminalisierung des radikaleren Flügels dieser Bewegung vorbereitet wird.

Lassen wir uns nicht einschüchtern! Seien wir solidarisch – auch über politische Differenzen hinweg. Mit einem heißen Herbst den Agenturschluss vorbereiten!

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