Solidaritätskundgebung mit spanischen Bergleuten
Trotz stömenden Regens kamen circa 40 Leute zusammen. Es wurde eine Erklärung (auf deutsch und auf spanische) verlesen, die die Situation in den Kohleregionen umriss und die spanische Regierung aufforderte, die geplanten Kürzungen, die das Aus für die meisten Bergarbeiter bedeuten würde, rückgängig zu machen.
Schon Ende Juni machten sich circa 500 Bergarbeiter aus verschiedenen Regionen zu Fuß auf den Weg nach Madrid. Der sogenannte "Schwarze Marsch" (marcha negra) erreichte am Abend des 10. Juli die Hauptstadt, wo er von circa 200.000 Menschen begrüßt wurde.
Seitdem vergeht kaum ein Tag in Spanien, an dem es nicht zu Demonstrationen, Kundgebungen oder öffentlichen Versammlungen (asambleas) kommt. Die Proteste richten sich gegen die sogenannten Sparmaßnahmen der spanischen konservativen Regierung, die außschließlich aus Politikern der postfranquistischen Partido Popular besteht. Inzwischen haben sich selbst Teile der Polizei, des Militärs und sogar der paramilitärischen Guardia Civil solidarisch mit den Protesten erklärt. Die madrilenische Feuerwehr ist auch auf der Seite der Bevölkerung und hat bei einigen Protestveranstaltungen Front gegen die Sondereinheiten der Polizei gemacht.
Inzwischen prognostizieren Soziologen, dass die spanische Regierung nicht bis Dezember überleben wird; es wird sogar auch schon von einem möglichen Staatsstreich gesprochen...
Unser Aufruf vom 13.7.
In der spanischen Hauptstadt haben sich tausende Menschen in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch den Protesten der spanischen Bergleute angeschlossen, die im Zuge der Sparmaßnahmen in ihrer Existenz bedroht werden. Sie protestieren und streiken bereits seit zwei Monaten. Die übrige Bevölkerung macht ihrem Unmut über die allgemeinen Sparpläne der Regierung Luft. Dabei soll es - Berichten aus der IAA zufolge - nicht nur in Madrid, sondern auch in der Bergbauregion Asturien zu Angriffen seitens der Ordnungskräfte gekommen sein.
In einem Aufruf bei Facebook heißt es: "Es ist Zeit, auch hier in Deutschland ein Zeichen der internationalen Solidarität zu setzen und uns gegen die europäische Austeritätspolitik zu stellen". Das sieht die FAU Berlin nicht anders. Eine Solidaritätskundgebung soll am heutigen Freitag, den 13. Juli, um 17 Uhr vor der spanischen Botschaft (Lichtensteinallee 1) stattfinden.
Weitere Informationen
In der aktuellen Ausgabe der Direkten Aktion gibt es einen ausführlicheren Artikel über die momentane Situation in Spanien.





