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  <title>Aktuell</title>
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      Die kämpferische Gewerkschaft!
    
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  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/der-1-mai-mit-der-fau-berlin">
    <title>Der 1. Mai mit der FAU Berlin</title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/der-1-mai-mit-der-fau-berlin</link>
    <description>Auch am diesjährigen 1. Mai beteiligten sich GewerkschafterInnen der FAU Berlin an den verschiedenen Aktionen des Arbeiterkampftags, von Anti-Nazi-Aktionen in Schöneweide über die Gewerkschaftsdemonstration bis zur 18 Uhr Demo, die zum ersten Mal nach Mitte ans Ziel kam. 
</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Die Sektion Bau und Technik war am 1. Mai mit<a class="internal-link" href="/news/stahlwerk-ilva-taranto-italien-lieber-krebs-als-arbeitslos"> Flugblättern gegen die Umweltverbrechen des Ilva/Riva-Werks</a> in Süditalien in Brandenburg unterwegs, genauer bei den 1. Mai Aktivitäten in Brandenburg an der Havel und Hennigsdorf. Die Hauptaktion der FAU Berlin fand aber zur Gewerkschaftsdemonstration vormittags in Berlin statt. Dort war die Foreign Workers Section mit eigenem Transparent präsent und die FAU Berlin stellte zusammen mit der ASJ Berlin wieder einen schwarz-roten Block mit 100 bis 150 TeilnehmerInnen. Dabei verteilte sie folgende Flugblätter:</p>
<h3>Selbstorganisiert für ein Leben in Würde</h3>
<p><b>Arbeitsmigration ist eine Tatsache. Ausbeutung muss es nicht sein.</b><br /><br />Ein weiteres Jahr ist vergangen. Ein weiteres Jahr lang versuchten Menschen aus aller Welt, vor allem aus den EU-Staaten, ihr Glück auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Mehr als eine halbe Million EU-BürgerInnen waren es allein 2012. Vor allem aus Italien, Spanien und Griechenland machen sich immer mehr gut ausgebildete Menschen auf den Weg. Etwa die Hälfte hat einen akademischen Abschluss.<br /><br />Die deutsche Wirtschaft gibt an, händeringend nach Fachpersonal zu suchen. Nachdem u.A. die hiesige Hochschullandschaft mittels Bologna-Prozess und Studiengebühren marktwirtschaftlich ausgerichtet und damit stark beschädigt wurde, betreibt man nun auch die grenzüberschreitende Suche. Das Prinzip ist einfach: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten wieder ab über die Grenze.<br /><br />Sprachbarrieren und fehlende soziale Bindung führen nicht selten zu regelrechter Ausbeutung und maßloser Missachtung bestehender Gesetze. Dabei kann davon ausgegangen werden, dass Unternehmen alle Möglichkeiten nutzen, aus ihren MitarbeiterInnen den größten Mehrwert herauszupressen. Wirtschaftlich unter Druck geratene Menschen ohne soziale Unterstützung sind dabei ein leichtes Fressen. Die Tatsache, dass 2011 ca. 15% der Menschen in Obdachlosenprogrammen (Dunkelziffer ca. 50%) keinen deutschen Pass hatten, oder auch der Fall Amazon hält dies einer breiten Öffentlichkeit vor Augen.<br /><br />Der Öffentlichkeit weniger bekannt ist der Fall zweier spanischer Kollegen, die für die Firma Messeshop (bei Magdeburg) arbeiteten. Direkt angestellt wurden sie allerdings nicht, sondern als Selbständige beauftragt. Auf den Berliner Messen ‚ITB‘ und ‚Fruit Logistica‘ waren sie für die Messebaufirma im Januar und Februar 2012 im Einsatz. Bis heute warten sie auf die Auszahlung.<br /><br />Beide werden vom Allgemeinen Syndikat der FAU Berlin unterstützt. Eine Öffentlichkeitskampagne, in der über 600 Menschen die Forderung nach Bezahlung unterstützten, setzte die Inhaberin der Firma stark unter Druck. Im Mai ‘13 wird der Fall vor Gericht behandelt. Dieser Fall zeigt wie wichtig die Unterstützung unserer neuen KollegInnen ist, um erkämpfte Standards zu erhalten und Perspektiven auf bessere Bedingungen zu eröffnen.<br /><br />Seit 2012 gibt es innerhalb des Allgemeinen Syndikats die Foreigners‘ Section, die sich auf genau diese Aufgabe konzentriert. Denn es ist Aufgabe der Gewerkschaften, alle KollegIn­nen zu empfangen und ihnen Angebote zu machen. Es ist genauso Aufgabe aller, sich in diesen Gewerkschaften zusammenzuschließen und für die gemeinsamen Rechte einzutreten. Das Prinzip der Selbstorganisation muss an erster Stelle stehen, damit sich Hilfsbedarf und -angebot decken. Nur die Betrof­fenen können formulieren, welche Unterstützung sie benötigen. Nur gemeinsam können wir Unterstützung organisieren. Solidarität leben!</p>
<h3>Weitere Hinweise</h3>
<ul>
<li>Das komplette <a class="internal-link" href="/text/FAUB_ErsterMai2013_web.JPG">Flugblatt als Download</a></li>
<li>jeden ersten Freitag im Monat um 19 Uhr: <span class="internal-link">Info-Veranstaltung „FAU – Wie funktioniert das?“ für Interessierte und Neumitglieder<br /></span></li>
<li> Freitag, 10. Mai 2013, 19 Uhr: "Krise heute, soziale Emanzipation morgen? Der Kampf um eine lebenswerte Zukunft in Spanien. <a class="internal-link" href="/termine/info-die-cnt-und-der-kampf-gegen-die-verarmungspolitik-in-spanien">Veranstaltung mit AktivistInnen der CNT Spanien</a>"</li>
<li>Samstag, 18. Mai ab 21 Uhr Arbeitskampf-Abschluss-Party „Bauer sucht FAU“ ** im Zielona Gora, Grünberger Str. 73</li>
<li>Freitag, 24. Mai, 19 Uhr: Diskussionsveranstaltung zu <a class="internal-link" href="/termine/medienarbeiterinnen-bei-den-oeffentlichen-rechtlichen-2013-prekaer-und-gespalten">MedienarbeiterInnen bei den Öffentlich-Rechtlichen</a> - prekär und gespalten?</li>
</ul>
<ul>
<li>Samstag, 25. Mai, 19 Uhr: <a class="internal-link" href="/termine/info-umweltverbrechen-in-taranto-und-beim-stahlwerk-ilva-in-sueditalien">Informationsveranstaltung</a> zu Umweltverbrechen und Widerstand in Taranto / Italien und beim Stahlwerk Ilva</li>
</ul>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub68</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Bau &amp; Technik</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Foreigners</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Allgemeines Syndikat</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-05-03T15:55:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/stahlwerk-ilva-taranto-italien-lieber-krebs-als-arbeitslos">
    <title>Stahlwerk Ilva in Taranto: „Lieber Krebs als Arbeitslos“? </title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/stahlwerk-ilva-taranto-italien-lieber-krebs-als-arbeitslos</link>
    <description>Mit dieser Losung auf ihrem Transparent haben ArbeiterInnen am 2. August letzten Jahres im süditalienischen Taranto für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze im Stahlwerk Ilva demonstriert. Ist die Situation wirklich so aussichtslos? Gibt es nur die Möglichkeit entweder an Krebs zu erkranken oder arbeitslos zu werden?</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[
<p align="LEFT" class="western">Mit diesen Fragen wollen wir uns auseinandersetzen und darüber wollen wir informieren. Das erste Flugblatt haltet Ihr in den Händen. Zudem suchen wir den direkten Kontakt mit den Betroffenen vor Ort, die heute am ersten Mai auf die Straße gehen. Das tun wir auch hier! Der richtige Tag also, um unsere Solidarität mit den ArbeiterInnen und der unter Umweltbelastungen leidenden Bevölkerung Tarantos zu zeigen und zu einer ersten Informationsveranstaltung einzuladen.</p>

<p class="western"><span dir="LTR" id="Frame1" style="float: left; "> </span></p>
<div class="info-kasten-rechts">
<p style="text-align: center; "><span><a class="internal-link" href="/termine/info-umweltverbrechen-in-taranto-und-beim-stahlwerk-ilva-in-sueditalien">Infoveranstaltung</a></span><b><span> </span></b></p>
<p style="text-align: center; "><b><span>Samstag, 25.5. um 18 Uhr </span></b></p>
<p style="text-align: center; "><span>FAU-Lokal, Lottumstr. 11, 10119 Berlin (U8 Rosenthaler Platz / U2 Rosa-Luxemburg-Platz)</span></p>
<p style="text-align: center; "><span>Informationen 	zur Einführung in  die Thematik mit einem Journalisten aus der 	Region und einem  Aktivisten des „Comitato cittadini e lavoratori 	liberi e pensanti“ aus  Taranto</span></p>
<p style="text-align: center; "><span><b>Kontakt: </b>taranto-soli@fau.org</span></p>
<p style="text-align: center; "><span><b>Download:</b> <a class="internal-link" href="/text/FlugblattRiva1Mai2013.pdf"><span class="internal-link">Flugblatt 1. Mai</span></a><br /></span></p>
</div>
<p>Der Industriekomplex Ilva in Taranto, eines der größten Stahlwerke Europas, ist seit 50 Jahren in Betrieb und seit 1995 im Besitz der Familie Riva. Mit dem Erwerb dieses Stahlwerks hat sich die Riva-Gruppe einen strategisch günstigen Standort gesichert. Der Überseehafen ist ideal für die Zulieferung von Erz und Zuschlagsstoffen aus der ganzen Welt. Das zusammen mit dem nahen Kalkabbau bietet optimale Bedingungen für das Betreiben der Hochöfen. Hierzulande besitzt Riva drei Werke in Hennigsdorf (bei Berlin), Brandenburg an der Havel und Lampertheim mit insgesamt ca. 1600 Beschäftigten.</p>
<p class="western">Bei der Übernahme des Stahlwerks<span> </span><span><span><span>Ilva</span></span></span><span> </span>wussten die daran Beteiligten, dass die Emission krebserregender Stoffe stark verringert werden muss. Die Jahresproduktion von ca. neun Millionen Tonnen Stahl-Fertigprodukten wird von zwei (von fünf vorhandenen) Hochöfen abgesichert. Diese bilden zusammen mit der Mineralstoffwirtschaft, den Sinteranlagen, der Kokerei und den Abraumhalden die „Dreckschleuder(n) Italiens“. 30% des Dioxinausstosses der EU und 92% Italiens werden durch das Ilva-Werk produziert.</p>
<p class="western">Bereits 2004 kam die erste Anordnung zur Schließung von Werksteilen zum Schutz der Gesundheit von Belegschaft und Bevölkerung. Diese wurde aber nicht umgesetzt, wie viele richterliche Werksteilschließungen bis Anfang 2013 trotz anders lautender Presseberichte. Politiker aller Schattierungen, die gerade an der Macht waren, verhinderten Teilschließungen, oder die Unternehmensleitung scherte sich einen Teufel um die Anordnung. So starb am 30. Oktober 2012 ein Arbeiter bei einem Arbeitsunfall in einem eigentlich stillgelegten Teil des Werkes.</p>
<p class="western"><span>Das Erpressungspotential von Riva ist enorm: Die ganze Region lebt in Abhängigkeit von dem Werk. <span>Und die Abhängigkeit verschärft sich mit jeder weiteren Vergiftung von Luft,Wasser und Boden. Denn viele andere Erwerbsquellen der Bevölkerung gehen durch die Umweltbelastungen verloren. So ist der traditionelle Verkauf von Miesmuscheln aus der Bucht von Taranto verboten, Tiere dürfen nicht auf die Weide, landwirtschaftliche Flächen nicht genutzt werden.</span></span></p>
<p class="western">Und die Erpressung zeigt Wirkung. Trotz des Wissens um die todbringenden Umweltbelastungen stellten sich die drei Hauptgewerkschaften (FIM, FIOM, UIM, die Metallgewerkschaften der „Confederali“) weitgehend auf die Seite der Firmenleitung. Derweil wuchs der Unmut in der Bevölkerung, aber auch unter den ArbeiterInnen.</p>
<p class="western">So kam es am 2. August zur Konfrontation einer Pro-Riva-Demonstration mit dem selbstorganisierten Teil der ArbeiterInnen (u.A. vom<a class="external-link" href="http://liberiepensanti.altervista.org"> „Comitato cittadini e lavoratori liberi e pensanti“</a>), denen das Rederecht verweigert wurde. Sie ließen sich aber nicht den Mund verbieten, kappten die Mikrofonleitung, wodurch die Rede des Chefs der Metallgewerkschaft FIOM unterbrochen wurde und das Komitee von einer anderen Stelle des Platzes aus, ihren Standpunkt darstellen konnte: Gesundheit darf nicht gegen Arbeitsplätze ausgespielt werden! Weiterhin prangerten sie die Korruption in der Fabrik und bei den großen Gewerkschaften an.</p>
<p class="western">Dieser Tag war ein wichtiger Wendepunkt im Kampf gegen die Zerstörung von Leben und Umwelt bei Ilva und in Taranto, denn viele ArbeiterInnen begannen an der bisherigen Version zu zweifeln, das Konstrukt aus Desinformation, Lüge und Verschweigen zu zerreissen und sich der selbstorganisierten Bewegung von Bürger- und ArbeiterInnen anzuschließen.</p>
<p class="western">Auch die „linkere“ FIOM löste sich schließlich von ihrer bisherigen Position; nach der Schließungsandrohung und Aussperrung von 5000 ArbeiterInnen durch die Geschäftsführung auf Grund des Haftbefehls gegen Fabio Riva (Emilio und Nicola Riva saßen schon länger im Hausarrest). Insgesamt setzte in der Belegschaft und Teilen der Gewerkschaften ein Umdenken ein. Der Gegensatz der <span>Transparente „Lieber Krebs als arbeitslos“ und „Fürs Sterben durch Krebs stehen wir nicht zur Verfügung“ steht symbolisch für diese Entwicklung</span>.</p>
<p class="western">Doch was geht uns das an? In Berlin, in Hennigsdorf oder in Brandenburg an der Havel? Die Frage , die hier auf der Tagesordnung steht – „Arbeit wirklich um jeden Preis?“ – stellt sich vielerorts auf der ganzen Welt. Die Niederlagenliste ist lang, auch weil eine Solidarisierung mit den Betroffenen oft nicht erfolgt oder durch Desinformation bezüglich der tatsächlichen Umstände oder mittels Androhung von Werksschließungen bewusst verhindert wird.</p>
<p class="western">Dies wollen wir nicht hinnehmen. Wir wollen im Gegenteil, den BürgerInnen und ArbeiterInnen in Taranto im Kampf gegen Krebs und Arbeitslosigkeit zur Seite stehen. Durch Infomaterialien, Videos und Veranstaltungen mit Betroffenen aus Taranto wollen wir den Nebel der Desinformation vertreiben, die Situation der Menschen vor Ort besser verstehen und von den Erfahrungen der KollegInnen lernen.</p>
<p align="CENTER" class="western">Wir, das sind das Taranto-Soli-Komittee, bestehend aus:</p>
<p align="CENTER" class="western"><a class="external-link" href="http://www.tie-germany.org">tie germany</a> + <a class="external-link" href="http://www.labournet.tv">labournet.tv</a> + <a class="internal-link" href="/strukturen/bau-und-technik">FAU Berlin - Sektion Bau und Technik</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub68</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Bau &amp; Technik</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Solidarität</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-05-01T07:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/kundgebung-und-rede-zum-workers-memorial-day-2013">
    <title>WMD 2013: Hürden für eine menschengerechte Arbeitswelt</title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/kundgebung-und-rede-zum-workers-memorial-day-2013</link>
    <description>Am 28.4. 2013 versammelten sich über 30 Lernende und Auszubildende, ArbeiterInnen, Erwerbslose und Freelancer auf den Aufruf der ASJ und FAU Berlin hin vor dem Neuköllner Rathaus, um den weltweiten Opfern der Lohnarbeit zu gedenken und im Kampf für die Lebenden nach vorne zu blicken. "Remember the dead - fight for the living!", so lautet auch das Motto des Workers Memorial Day. Nachfolgend findet Ihr die Rede der FAU Berlin zu den Hürden auf dem Weg zu einer menschengerechten Arbeitswelt.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[
<h3><b>Rede zum Workers Memorial Day 2013</b></h3>
<p class="western">Wir sind hier, um an unsere KollegInnen zu erinnern, die durch Arbeits- und Wegeunfälle umgekommen sind, oder bleibende Schäden davongetragen haben.</p>
<p class="western">Wir sind hier, um anzuprangern, dass durch Profitstreben Menschen sterben müssen.</p>
<p class="western">Wir sind hier, um an die Opfer des kapitalistischen Alltags zu erinnern, die sonst so schnell vergessen werden und als tragische Einzelfälle nur noch Freunden und Angehörigen wichtig sind.</p>
<p class="western">Wir sind hier, um diese Erinnerung am alljährlichen Workers Memorial Day wachzuhalten.</p>
<h3 class="western">1. Lebensgefahr und die Kosten unserer Gesundheit</h3>
<p class="western">Zugegeben, heutzutage ist Lebensgefahr in den meisten Berufen nicht mehr alltäglich. Zumindest hierzulande, in anderen Regionen und manchen Branchen sieht das noch ganz anders aus, wie die zusammengestürzte Fabrik in Bangladesh beweist, die hundert ArbeiterInnen unter sich begrub, oder das Stahlwerk im italienischen Taranto, dass seit Jahrzehnten ArbeiterInnen und Bevölkerung vergiftet und 2012 dreizehn Arbeitern bei Unfällen das Leben kostete. Doch auch wenn es für viele besser geworden ist, heißt das nicht, dass wir jetzt Sicherheit und Gesundheit vertrauensvoll in die Hände von Boss und Management legen können. Denn das Profitstreben im allgegenwärtigen Wettbewerb wirkt weiter und die ArbeiterInnen sind die ersten, die darunter zu leiden haben.</p>
<p class="western">Die Ursachen für Gesundheitsschäden sind nämlich nicht selten direkt oder indirekt auf Kosteneinsparungen zurückzuführen: Überarbeitung, Zeitdruck, fehlende oder falsche Ein- und Unterweisungen, unzureichende Schutzausrüstung, haltungsschädigende Möbel und Arbeitsbereiche, defekte oder überbrückte Sicherheitsvorkehrungen, mangelnde Organisation bis hin zu gefahrbringenden Arbeitsanweisungen sind keine Seltenheit.</p>
<p class="western">So wirkt sich der weiter zunehmende Konkurrenz- und Leistungsdruck der herrschenden Wirtschaftsordnung negativ auf unsere Sicherheit aus. Und ist es nicht seltsam, dass die Zahl der Arbeitsunfälle bei positiver Konjunktur stärker stiegen als die geleisteten Arbeitsstunden? Wir müssen uns klar machen, dass Arbeitsprozesse in den letzten Jahren immer weiter verdichtet wurden, dass ArbeiterInnen heute in der gleichen Zeit viel mehr Verantwortung tragen und Aufgaben übernehmen, ohne dass dabei im gleichen Maße Zielvorgaben gesenkt wurden. Aber: Wir müssen uns auch klar machen, dass das alles nicht naturgegeben ist.</p>
<h3 class="western">2. Wir können etwas für unseren Arbeitsschutz tun</h3>
<p class="western">Wir können etwas für den Arbeitsschutz tun, auch wenn einiges im Argen liegt: Gesetze bieten oft keine konkreten Ansatzpunkte, der eigene Informationsstand ist dürftig, Vorgesetzte sind uneinsichtig oder widerspenstig... Und einstmals engagierte KollegInnen und Beauftragte haben womöglich resigniert, weil sie das Gefühl hatten, ihre Bemühungen liefen ins Leere.</p>
<p class="western"><span>Genug Gründe, sich auf gleicher Augenhöhe zusammenzuschließen und gemeinsam und solidarisch für bessere Bedingungen zu kämpfen!</span><span> Wir werden schließlich nicht bezahlt, um zu sterben, sondern, um leben zu können. Und uns ist auch nicht egal, wie wir leben wollen. Wir wollen möglichst gut leben.<b> </b></span><span>Das Aufzeigen von Sicherheitsmängeln und die aktive Mitwirkung an deren Vermeidung und Beseitigung liegen also in unserem ureigenstem Interesse. </span></p>
<p class="western"><span>Dabei sollten wir uns nicht auf Formalien und Institutionen verlassen, sondern selbst aktiv werden. Denn wir – ArbeiterInnen, Angestellte, Auszubildende, Lernende, aber auch viele Selbständige und Freiberufler - sind es, die täglich vorgegebenen Arbeitsabläufen und möglichen Gefährdungen ausgesetzt sind. Die FAU Berlin ist deshalb der Meinung, dass die ArbeiterInnen bei Entscheidungen, die ihre Sicherheit betreffen, auch das letzte Wort haben sollten. Wichtig dabei ist jedoch, </span><span><span>dass wir selbstbewusst unsere Bedingungen diktieren und bei der eigenen Sicherheit keine fadenscheinigen Kompromisse im Namen von Standort, Wettbewerbsfähigkeit oder Nation akzeptieren.</span></span></p>
<h3 class="western">3. Vom Hier und Heute und grundlegenden Änderungen</h3>
<p class="western"><span><span>Wenn ein Problem oder eine Gefährdung auftritt, ist meist der erste Schritt, mit KollegInnen oder der Sicherheitsbeauftragten zu sprechen. Für jede Tätigkeit und jeden Arbeitsplatz muss weiterhin eine Gefährdungsbeurteilung vorliegen. </span></span><span>Kommt es schließlich zu einer Konfrontation mit Vorgesetzten oder ist eine solche absehbar, sollte nie allein vorgegangen werden. Gemeinsam erhöhen sich die Erfolgschancen und</span><span><span> aktive Belegschaftsmitglieder geraten nicht so leicht ins Visier der Geschäftsführung. Zudem kann auf das Know How und die aktive Solidarität vieler weiterer gewerkschaftlich organisierter KollegInnen zurückgegriffen werden. </span></span></p>
<p>Das alles ist sehr wichtig, um unsere Bedingungen im Hier und Heute zu verbessern und unser Überleben zu sichern. Aber reicht das aus? Wollen wir wirklich unser ganzes Leben mit Abwehrkämpfen verbringen? Über kurz oder lang müssen deshalb die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen verändert werden. Denn die belastende Situation der Lohnarbeit und die Profitorientierung der Wirtschaft stehen gesunden Arbeitsbedingungen entgegen.</p>
<h3 class="western">4. Die Folgen der Prekarisierung beim Arbeitsschutz</h3>
<p class="western"><span>Eindrucksvoll zu sehen ist das im Rahmen der Prekarisierung der Arbeitswelt, bei Werkverträgen, Minijobs und Leiharbeit. Scheinselbständige nehmen viel auf die eigene Kappe, für die schnell auswechselbaren MinijobberInnen lohnt es sich gar nicht Sicherheitsschuhe zu kaufen und LeiharbeiterInnen sind eh bald wieder weg. </span><span><i>Zudem ist es doch ganz praktisch, wenn das Unternehmen nach einem Unfall gleich Ersatz geliefert bekommt...</i></span></p>
<p class="western">LeiharbeiterInnen erleiden öfter Arbeitsunfälle als ihre KollegInnen der Stammbelegschaft. Ihre prekären Beschäftigungsverhältnisse wirken sich auf Arbeitsschutz und Arbeitsabläufe aus. Die kürzere Beschäftigungsdauer führt neben geringerer Ortskenntnis, z.B. wo welche Stolperfallen lauern, auch zu weniger Schulungen. So verstärkt ein Problem das Nächste. In einem Gespräch mit einem Leiharbeiter kam heraus, dass das Fließband bei ihnen schneller läuft, als bei den Stammbeschäftigten. Solche Skandale gibt es sicher unzählige. Es gibt wenige Statistiken, aber für 2006 einen Bericht, nach dem der Anteil der so genannten „Leihkeulen“ unter den abhängig Beschäftigten offiziell bei 1,8 Prozent lag – bei einem Anteil von Arbeitsunfällen von 4,6 Prozent.</p>
<h3 class="western">5. Lohnarbeit macht uns auch innerlich kaputt</h3>
<p class="western">Zum Arbeitsschutz gehört also mehr, als die bloße Vermeidung von Unfällen, es geht um menschengerechte Arbeitsgestaltung. Dazu gehören auch soziale und psychische Faktoren. Allgemeingültige Aussagen sind durch individuelle Grenzen und Bedürfnisse oft schwer, es gibt aber auch strukturelle soziale und psychologische Belastungen: Von der Hire-and-Fire-Politik des Managements über ungünstige Schichtpläne, den Druck, immer kurzfristig einspringen zu müssen bis zum ständig wechselnden Arbeitsort in der Leiharbeit. Auch der grundsätzliche Druck zur Lohnarbeit und die Macht der Chefetage, über unsere Zukunft zu entscheiden, gehört in diese Kategorie.</p>
<p class="western">Zu dieser Struktur der Unterordnung gehört ein Zustand permanenter unterschwelliger Strafandrohung bei Nichtbefolgen, was wiederum zu einem potentiellen Stresszustand bei den Lohnabhängigen führt, begleitet von Ohnmachtsgefühlen. Die Entstehung und Verinnerlichung von Ängsten ist dabei quasi vorprogrammiert. Denn problematische Konstellationen im Betrieb können oft über Jahre oder quasi nie verändert werden, da einfach die Möglichkeiten und die Kultur zur gemeinsamen Gestaltung fehlen.</p>
<p class="western">Hier ist ein grundsätzliches Umdenken nötig. Es braucht eine durchgreifende Demokratisierung von unten hin zur Selbstverwaltung, mit der Möglichkeit, offen über Probleme sprechen und sie gemeinsam mit den KollegInnen lösen zu können. Das wäre nicht nur eine psychologische Entlastung für die Menschen, sondern auch eine unendliche Erleichterung beim Arbeitsschutz.</p>
<h3 class="western">6. Arbeitsschutz, FAU Berlin und Workers Memorial Day</h3>
<p class="western">Vielen Dank für Eure Aufmerksamkeit. Zum Abschluß möchte ich Euch noch drei Hinweise auf den Weg geben:</p>
<ul>
<li>
<p class="western">Informiert Euch in der <a class="internal-link" href="/materialien/publikationen/allgemeine-arbeitsschutzfibel">Allgemeinen Arbeitsschutzfibel</a> über die Grundlagen des Arbeitsschutzes in Deutschland - in Kürze auch online verfügbar.</p>
</li>
<li>
<p class="western">Tauscht Euch in den <a class="internal-link" href="/strukturen"><span class="internal-link"><span class="internal-link">Sektionen</span></span></a> der FAU Berlin über Eure Arbeitsbedingungen aus und besprecht Fragen zum Arbeitsschutz - holt Euch Hilfe bei Problemen.</p>
</li>
<li>Nehmt zu uns <a class="internal-link" href="/kontakt">Kontakt</a> auf, wenn ihr im nächsten Jahr etwas in Eurem Viertel oder Betrieb oder zu einem bestimmten Thema anlässlich des Workers Memorial Day organisieren wollt.</li>
</ul>
<p class="western"> </p>
<p class="western"><b>Gedenken wir den Toten – Kämpfen wir für die Lebenden!</b></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub68</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Workers Memorial Day</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>ASJ Berlin</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Allgemeines Syndikat</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-30T09:35:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/workers-memorial-day-und-erster-mai">
    <title>Workers’ Memorial Day und Erster Mai</title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/workers-memorial-day-und-erster-mai</link>
    <description>Die FAU Berlin beteiligt sich am Sonntag, 28 April an der Kundgebung zum Workers' Memorial Day, anschließend Austausch zum Thema Arbeitsschutz im FAU-Lokal. 

Am 1. Mai rufen wir zur Gewerkschaftsdemo auf – wir sehen uns bei den schwarz-roten Fahnen.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Am Sonntag wird weltweit der Workers’ Memorial Day begangen, um all jener Arbeiterinnen und Arbeiter zu gedenken, die bei der Arbeit oder an den Folgen der Arbeit erkrankten oder gar starben – allein in der Bundesrepublik sind täglich tödliche Arbeitsunfälle zu verzeichnen. Die FAU Berlin beteiligt sich an der Kundgebung der ASJ Berlin: am 28. April um 14 Uhr vor dem Rathaus Neukölln. Anschließend findet ab 16 Uhr ein offener Austausch zu Erfahrungen mit dem Arbeitsschutz im Lokal der FAU Berlin statt. <br /><br />Für den 1. Mai ruft die FAU Berlin zur Teilnahme an der Gewerkschaftsdemonstration auf. Anfangs illegaler Kampftag, heute offizieller Feiertag, steht der Erste Mai noch immer für aktive Bewegung gegen wirtschaftliche und soziale Unsicherheit, für Gleichheit und Freiheit.  Die FAU Berlin versammelt sich zur Demonstration ab 9:30 Uhr am Hackeschen Markt (Spandauer Straße) bei den schwarz-roten Fahnen.</p>
<p><b>Siehe auch:</b> <a class="internal-link" href="/materialien/publikationen/allgemeine-arbeitsschutzfibel">Allgemeine Arbeitsschutzfibel</a> unter <a class="internal-link" href="/materialien/publikationen">Publikationen</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub34</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Workers Memorial Day</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>ASJ Berlin</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Allgemeines Syndikat</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-23T08:20:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/fau-berlin-audio-introduction-in-english">
    <title>FAU Berlin audio intro in English</title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/fau-berlin-audio-introduction-in-english</link>
    <description>On March 1st the foreigners' section of the FAU Berlin presented an introduction to our organization. Cian talked about what the FAU is all about, while Johnny related his labour struggles. A recording of the evening is now available.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Badly Paid? Overworked? Foreign? Time to Organise!</p>
<p>Why join a union? Why join the Free Workers' Union (FAU)? Why is the FAU not just another union? What makes a syndicalist union different? How is the FAU organised? All this and more can be heard in the English-language introduction to the FAU for new members and interested people.</p>
<p>
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</p>
<p>The recording can be downloaded here: <a href="http://freie-radios.net/mp3/20130422-fautimet-54900.mp3">http://freie-radios.net/mp3/20130422-fautimet-54900.mp3</a></p>
<p>Or you can listen to the live stream: <a href="http://freie-radios.net/portal/streaming.php?id=54900">http://freie-radios.net/portal/streaming.php?id=54900</a></p>
<p>You can find the webpage of the foreigners' section here: <a href="http://berlin.fau.org/strukturen/foreigners">http://berlin.fau.org/strukturen/foreigners</a></p>
<p>And don't forget to follow the foreigners' section on twitter: <a href="http://twitter.com/FAU_Berlin_For">http://twitter.com/FAU_Berlin_For</a></p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub22</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Veranstaltungen</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Foreigners</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-21T22:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/soli-kundgebung-vor-alstom-niederlassung-in-berlin">
    <title>Soli-Kundgebung vor Alstom-Niederlassung in Berlin</title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/soli-kundgebung-vor-alstom-niederlassung-in-berlin</link>
    <description>Unsere Schwestergewerkschaft CNT-AIT Zamora wehrt sich aktuell gegen die Schließung zweier Alstom-Werke in Spanien. Am 15. April, dem Tag der Verhandlungen in Coreses mit Alstom, zeigten wir uns solidarisch und informierten MitarbeiterInnen von Alstom-Niederlassungen in Berlin über die geplanten Massenentlassungen. </description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Bereits in den frühen Morgenstunden machten sich zwei FAU-Mitglieder nach Wilhelmsruh auf, um die MitarbeiterInnen einer Berliner Produktionsstätte von Alstom Power mit Hilfe von Infoflyern auf die geplanten Werksschließungen in Spanien aufmerksam zu machen, bei denen in der Provinz Zamora knapp 400 Beschäftigte von Entlassung bedroht sind.</p>
<p>Am Nachmittag veranstalteten wir eine kleine Kundgebung mit insgesamt acht TeilnehmerInnen vor dem Sitz des regionalen Managements in der Neuköllner Gradestraße. Auch hier wurden Flyer verteilt, um die Angestellten auf den Kampf ihrer spanischen KollegInnen aufmerksam zu machen. Unterstützung erhielten wir dort auch von der ASJ Berlin.</p>
<p><b>Weitere Informationen:</b></p>
<ul>
<li><a class="external-link" href="http://berlin.fau.org/text/flyer-solikundgebung-cnt-zamora-15-0.2013/at_download/file"><span class="internal-link"><span class="internal-link"><span class="internal-link">Flyer zur Soli-Kundgebung</span></span></span><span class="internal-link"></span></a><a class="internal-link" href="/text/flyer-solikundgebung-cnt-zamora-15-0.2013"> </a>(PDF)</li>
</ul>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub172</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Solidarität</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>ASJ Berlin</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Allgemeines Syndikat</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-04-16T19:55:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/der-hof-teltower-ruebchen-musste-einlenken">
    <title>Der Hof „Teltower Rübchen“ musste einlenken</title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/der-hof-teltower-ruebchen-musste-einlenken</link>
    <description>Unter dem Motto „Für Ausbildung statt Ausbeutung! – Bio geht nur fair!“ hat das Allgemeine Syndikat Berlin der FAU seit November 2012, zuletzt im Verein mit der Anarcho-Syndikalistischen Jugend Berlin, eine Aufklärungskampagne über die miesen Ausbildungsbedingungen auf einem Biohof bei Berlin geführt, die nun recht erfolgreich beendet wird.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><span>Seit Januar hat der Besitzer des Hofes „Teltower Rübchen“ die Ausbildungsvergütung um 65% erhöht – eine deutliche Verbesserung, die allerdings noch unter dem gültigen Tarif liegt. Die FAU Berlin hat daher keine Vereinbarung mit dem Betrieb getroffen. Darüber hinaus wurde eine Verkürzung der regulären betrieblichen Arbeitszeit erreicht und zwar von 52, 5 Stunden auf 47 Stunden pro Woche. Allerdings wurde dem Betrieb nun seitens des freien Ausbildungsträgers die Zusammenarbeit aufgekündigt, so dass das Ausbildungsverhältnis seit Anfang März nicht mehr besteht. Damit besteht für die FAU Berlin aktuell keine Handlungsgrundlage mehr. Die Nachzahlung entgangener Lohnzahlungen wird nun rechtlich angestrengt. Denn allzu einfach sollte kein Unternehmer davon kommen, selbst wenn er sich so weltverbesserisch gibt wie der Grünen-Politiker Szilleweit, der das „Teltower Rübchen“ leitet. </span></p>
<p><span>Von der monetären Seite abgesehen, konnte die FAU Berlin sicherstellen, dass Mindeststandards in Sachen Arbeitsschutz eingehalten werden. Die FAU Berlin geht davon aus, dass die übrigen Beschäftigten durch diese ersten Erfolge für die Chancen gewerkschaftlichen Vorgehens sensibilisiert wurden und nun eher aktiv werden, um ihre Lage zu verbessern. Die FAU Berlin wird sich auch weiterhin als Gesprächspartner für die Beschäftigten anbieten und den Betrieb nicht aus den Augen verlieren.</span></p>
<p><br /><b>Links:</b></p>
<ul>
<li><span>Es gibt eine filmische Kurzdokumentation <a class="internal-link" href="/news/kann-bio-fair-sein-ausbildung-in-einem-gartenbaubetrieb-in-brandenburg">„Kann bio fair sein? Ausbildung in einem Gartenbaubetrieb in Brandenburg“</a> (labournet.tv, 2013)<br /></span></li>
<li><span>Ein <a class="external-link" href="http://aradio.blogsport.de/2013/03/11/biofair-interview-mit-der-fau-berlin-kurzversion/">Beitrag</a> von A-Radio <br /></span></li>
</ul>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub77</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Teltower Rübchen</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Allgemeines Syndikat</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-03-25T19:40:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/kann-bio-fair-sein-ausbildung-in-einem-gartenbaubetrieb-in-brandenburg">
    <title>Film: Kann bio fair sein? Ausbildung in einem Gartenbaubetrieb in Brandenburg </title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/kann-bio-fair-sein-ausbildung-in-einem-gartenbaubetrieb-in-brandenburg</link>
    <description>Filmvorführung bei der Globale am Donnerstag, 11. April um 18:45 Uhr im Kino Eiszeit, Zeughofstr. 20 (U Görlitzer Bahnhof), mit anschließender Diskussion.
Aktuell gibt es viele Skandale in der Bio-Branche. In Mittelpunkt stehen große Biobetriebe, und die Frage ob Bioprodukte tatsächlich gesünder oder besser für die Unwelt sind. Nie erwähnt werden dagegen die Arbeitsbedingungen in der Bio-Branche. Gibt es allgemein die Erwartung, dass sie besser sind als in der traditionellen Landwirtschaft? Ist das überhaupt möglich?</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Um eine Debatte darüber anzuregen betrachten wir den Fall der  Auszubildenen Conchita L.: Sie arbeitet in einem Gartenbaubetrieb für  1,30 Euro netto die Stunde. Als ihr Chef, ein Bezirkspolitiker der  Grünen, ihr anbietet sie in Naturalien zu bezahlen, geht sie zur  Rechtsberatung der Gewerkschaft FAU, die sie in der Folge bei einem  Arbeitskampf unterstützt. - Der Film dokumentiert den Arbeitskampf,  wirft ein Schlaglicht auf die Produktionsbedingungen in kleinen  Biobetrieben und auf ein spezielles Wechselverhältnis zwischen Ideologie  und Ausbeutung.</p>
<p>Wir zeigen den Film (<i>with english subtitles</i>) mit anschließender Diskussion am <b>Donnerstag, 11. April 2013</b> um 18:45 Uhr im Kino Eiszeit, Zeughofstr. 20 (U Görlitzer Bahnhof), im Rahmen des <a class="external-link" href="http://www.globale-filmfestival.org/index.php?id=42">Film-Festivals Globale</a>.</p>
<p>Wir zeigen den Film (<i>with english subtitles</i>) in Anwesenheit der FAU Berlin und der Filmemacherinnen: <b>Freitag, 22. März 2013</b> um 21h bei B-Books, Lübbener Str. 14, 10997 Berlin. English text below.</p>
<p> </p>
<p><b>Can bio be fair? An apprenticeship at an organic farm in Brandenburg</b><br /> <br /> There are currently lots of scandals happening in the organic food  sector. The focus of attention lies with large organic farms and the  question of whether organic products are actually healthier or better  for the environment. But nobody mentions the working conditions within  the organic sector. Is there generally an expectation that it's better  than traditional agriculture? Is that actually possible?<br /><br />To  stimulate debate on this topic, we consider the case of Conchita, an  apprentice with an organic farm who earns 1,30 euros an hour. When her  boss, a local Green politician, offered to pay her in vegetables, she  went to get advice from the FAU union, who supported her in her  subsequent struggle.<br /><br />This film documents that struggle and throws  a spotlight on the production conditions in small organic companies and  a special relationship that exists between ideology and exploitation.</p>
<p>We are showing and discussing the film <b>11th april 2013</b> at 6:45 pm at Kino Eiszeit, Zeughofstr. 20 (subway Görlitzer Bahnhof). The presentation is part of the <a class="external-link" href="http://www.globale-filmfestival.org/index.php?id=42">film festival Globale</a>.</p>
<p>We are showing the film with a panel including representatives of FAU and the film-makers. <b>22nd March 2013</b> at 9pm at B-Books, Lübbener Str. 14, 10997 Berlin.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub26</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Teltower Rübchen</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Allgemeines Syndikat</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-03-20T20:45:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/veranstaltungsprogramm-der-fau-berlin-im-april-2013">
    <title>Veranstaltungsprogramm der FAU Berlin im April 2013 </title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/veranstaltungsprogramm-der-fau-berlin-im-april-2013</link>
    <description>Fr. 05.04. [19.00 Uhr]
Info: „FAU – Wie funktioniert das?“

Fr. 12.04. [19.00 Uhr]
Vortrag: "28. April ist Workers Memorial Day"

Sa. 13.04. [20.30 Uhr]
SOLI: „FAU-TRESEN“

Fr. 19.04. [19.00 Uhr]
"Prekäre Lehre – Wissenschaft als Beruf"

Fr. 26.04. [19.00 Uhr]
"Christian Grosskopf und Jochen Schemetzko: Auseinandersetzung über die Realismuskonzeption - Die Entwicklung des Realismus in der Malerei"

</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p><b>Fr. 05.04. [19.00 Uhr]</b><br /> <i>Info: „FAU – Wie funktioniert das?“</i><br /> Wie ist die FAU – lokal in Berlin, bundesweit sowie international –  organisiert und vernetzt? Was macht eine syndikalistische Gewerkschaft  überhaupt aus? Warum ist die FAU nicht einfach eine weitere  Gewerkschaft? Einführung für Neumitglieder und Interessierte.<br /> <br /> <b>Fr. 12.04. [19.00 Uhr]</b><br /> <i>Vortrag: "28. April ist Workers Memorial Day"</i><br /> Jährlich rufen Gewerkschaften auf der ganzen Welt zum Workers Memorial  Day am 28. April auf, um den Opfern unsicherer Arbeitsbedingungen zu  gedenken und für mehr Sicherheit am Arbeitsplatz zu kämpfen. Während  sich hierzulande das öffentliche Interesse noch auf den 1. Mai  konzentriert, rufen FAU und ASJ schon seit einigen Jahren zu Aktionen  auf. Der Vortrag soll einen Einblick geben, wie es um die  Arbeitsbedingungen in der BRD steht, welche Formen der Schädigung durch  Arbeit existieren und dazu ermuntern am 28.4 mit uns auf die Straße zu  gehen.<br /> <br /> <b>Sa. 13.04. [ab 20.30 Uhr]</b><br /> <i>Soli: „FAU-Tresen“</i><br /> Solitresen zugunsten der Gewerkschaftsarbeit der FAU Berlin. Mit kühlen  Getränken, freiem Kicker und veganen Tapas. (Jeden 2. Samstag im Monat.)  <b>Im Zielona Gora, Grünbergerstr. 73 (nahe U5 Samariterstraße).</b><br /> <br /> <b>Fr. 19.04. [19.00 Uhr]</b><br /> <i>"Prekäre Lehre – Wissenschaft als Beruf"</i><br /> Nicht nur Arbeit für Geringqualifizierte wird hierzulande schlecht  bezahlt. Lehraufträge machen einen großen Teil der Lehre (nicht nur) an  Berliner Hochschulen aus, die betroffenen NachwuchswissenschaftlerInnen  arbeiten oftmals für einen Hungerlohn. Wer eine feste Stelle findet,  arbeitet 40 statt der bezahlten 20 Stunden und ist meist unter einem  Jahr befristet. <br /> Wie ist Widerstand gegen diese Zustände möglich? Podiumsdiskussion mit einer Lehrbeauftragten und einem wissenschaftlichen Mitarbeiter. Eine Veranstaltung der Bildungssektion der FAU Berlin<br /> <br /> <b>Fr. 26.04. [19.00 Uhr]</b><br /> <i>"Christian Grosskopf und Jochen Schemetzko: Auseinandersetzung über  die Realismuskonzeption - Die Entwicklung des Realismus in der Malerei"</i><br /> Theoretische Erörterung zur Frage der Realismuskonzeption anhand von  Beispielen der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts basierend auf der  Brecht – Lucàks Auseinandersetzung<br /> <br /> <b>Außerdem:</b><br /> <br /> Fr. 12.04. und 26.04. [17–18 Uhr]<br /> <i>Gewerkschaftliche Beratung der FAU Berlin</i><br /> Anmeldungen bitte vorab per Email. (Jeden 2. und 4. Freitag im Monat.)<br /> <br /> Mo. 22.04. [18–19 Uhr]<br /> <i>Mieterberatung der FAU Berlin</i><br /> In Kooperation mit einem Rechtsanwalt. (Jeden 4. Montag im Monat.)<br /> <br /> <b>Alle Veranstaltungen - <i>sofern nicht anders angegeben</i> - im FAU-Lokal. Eintritt immer frei!</b><br /> Lottumstr. 11, 10119 Berlin (P´Berg)<br /> Nahe U2 Senefelderplatz, U2 Rosa-Luxemburg-Platz oder U8 Rosenthaler Platz</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub26</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Veranstaltungen</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-03-14T23:00:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>


  <item rdf:about="http://berlin.fau.org/news/art_130312-211427">
    <title>Konflikt mit der Firma Messeshop</title>
    <link>http://berlin.fau.org/news/art_130312-211427</link>
    <description>Am 09.03.2013 haben 10 Mitglieder und Sympathisanten der FAU Berlin die gesammelten Unterschriften der Change.org-Petition am Sitz der Firma „Messeshop“ in Eimersleben übergeben. Nunmehr ist es ein Jahr her, dass die beiden Mitglieder der FAU Berlin auf ihren ausstehenden Lohn warten.</description>
    <content:encoded xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"><![CDATA[<p>Mehr als 600 Unterschriften übergeben!<br /><br /> Auf den Messen Fruit Logistica und ITB hatten die beiden am Anfang letzten Jahres für die Firma „Messeshop“ gearbeitet. Der Lohn für die erbrachte Arbeit wurde nie bezahlt.  Nachdem das Allgemeine Syndikat der FAU Berlin mehrfach erfolglos versuchte mit der Arbeitgeberin ein konstruktives Gespräch zu führen, wurde eine Online Petition auf der Change.org-Plattform gestartet.<br /><br /> Am letzten Samstag nun besuchten, ein weiteres Mal, etliche Mitglieder der FAU Berlin den beschaulichen Ort Eimersleben bei Magdeburg, um die gesammelten Unterschriften in einer publikumswirksamen Aktion zu übergeben. Dieser Termin fiel zusammen mit der einjährigen Nichtbezahlung der Löhne und der nunmehr eingereichten Klage beim Arbeitsgericht.<br /><br /> Die FAU Berlin wird auch weiterhin dafür kämpfen, dass den beiden Kollegen der ihnen zustehende Lohn gezahlt wird.</p>]]></content:encoded>
    <dc:publisher>No publisher</dc:publisher>
    <dc:creator>faub27</dc:creator>
    <dc:rights></dc:rights>
    
      <dc:subject>Bau &amp; Technik</dc:subject>
    
    
      <dc:subject>Messeshop</dc:subject>
    
    <dc:date>2013-03-12T23:05:00Z</dc:date>
    <dc:type>Nachricht</dc:type>
  </item>





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